Papst Benedikt XVI. von

Tausende protestieren

Benedikt nimmt am Weltjugendtag in Madrid teil - Elf Verletzte und sieben Festnahmen

  • Bild 1 von 21 © Bild: Reuters/Medina

    Ein Foto für das Familienalbum der Royals: Die spanische Königsfamilie ist anlässlich des Papstbesuches in Madrid mit dem Kirchenoberhaupt zusammengetroffen.

  • Bild 2 von 21 © Bild: APA/EPA/Lizon

    Benedikt XVI. begrüßt den spanischen König Juan Carlos I und Königin Sofia.

Papst Benedikt XVI. ist anlässlich des katholischen Weltjugendtages nach Madrid gereist. Vier Tage will das Kirchenoberhaupt bleiben. Zur Willkommenszeremonie für den Papst hatten sich auf dem Flughafen Barajas der spanische König Juan Carlos und Königin Sofía eingefunden. Nicht jeder war über den Papstbesuch erfreut: Am Vorabend gab es bei Protesten gegen den Papst elf Verletzte, sieben Demonstranten wurden festgenommen.

Nach seiner Ankunft auf dem Flughafen in Madrid am Donnerstagmittag beklagte Benedikt XVI. die hohe Jugendarbeitslosigkeit, die große Zahl drogenabhängiger Jugendlicher und eine wachsende Intoleranz gegenüber gläubigen Christen. Der Papst rief zudem zu einer Wirtschaftspolitik im Sinne des Menschen auf.

Über eine Million Menschen erwartet
Für das internationale Treffen katholischer Jugendlicher werden in der spanischen Hauptstadt bis Sonntag über eine Million Menschen erwartet. Nach dem Empfang am Flughafen wird das Oberhaupt der katholischen Kirche am Abend auf dem Plaza de Cibeles von den Jugendlichen begrüßt. Als Höhepunkt des dritten Spanienbesuchs des Papstes gilt eine große Messe unter freiem Himmel auf dem ältesten Madrider Flugplatz "Cuatro Vientos", mit der das Kirchenoberhaupt am Sonntag die katholische Großveranstaltung beenden wird.

Ausschreitungen vor Papstbesuch
Der Besuch des Kirchenoberhauptes im katholisch geprägten, aber auch stark säkularisierten Spanien ist dabei nicht unumstritten. Am Mittwochabend demonstrierten Tausende im Zentrum von Madrid gegen den Einsatz von Steuermitteln für solche Kirchentreffen und für eine völlige Trennung von Staat und Kirche. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten, bei denen elf Menschen verletzt wurden. Sieben Demonstranten wurden festgenommen.

Nach Polizeiangaben hatten sich rund 4000 Demonstranten unter einem Spruchband mit der Aufschrift "Von meinen Steuern keinen Cent für den Papst" versammelt und waren dann zum Platz Puerta del Sol gezogen. Dort waren sie auf Teilnehmer des Weltjugendtags getroffen und hatten diese teilweise beleidigt.

Kommentare

melden

Kirche Die Kirche hat weltweit mehr als genug Geld. Dann aber für solche Veranstaltungen dem Steuerzahlen wieder in den Säckel zu greifen zeigt einmal mehr, was von dieser Kirche zu halten ist.

S/A/R melden

Re: Kirche das ist die größte Mafia überhaupt. Und damit auch die mächtigste.....

Seite 1 von 1