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Papst beklagt Massenmigration aus Lateinamerika

"Drama der Trennung" - Franziskus: Gründe der Auswanderung angehen

Papst Franziskus hat die Massenmigration aus seinem Heimatkontinent beklagt und die Regierungen der Staaten Lateinamerikas zu einer einheitlichen Migrationspolitik aufgefordert. Die Gründe der Auswanderung hätten schon längst angegangen werden können, aber es sei noch nicht zu spät, sagte er laut Kathpress am Freitag im Vatikan.

Franziskus wandte sich in diesem Zusammenhang gegen Schuldzuweisungen und Rechtfertigungen. Migration sie ein Drama der Trennung, so der Papst. Die Familien würden auseinandergerissen, Kinder von ihren Eltern getrennt, erinnerte er.

Grund für die Abwanderung aus lateinamerikanischen Krisengebieten in Nachbarstaaten oder den Norden, wie dies heute "in nie zuvor erfolgter Stärke" geschehe, sei die Wirtschafts- und Sozialkrise der Region. Anlass der Äußerungen war eine Audienz anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Internationalen Italienisch-Lateinamerikanischen Instituts (IILA). Der internationalen Organisation gehören neben Italien 20 lateinamerikanische Länder an.

Der Papst verurteilte zudem Menschenrechtsverletzungen gegenüber Auswanderern. "Viele Kinder und Jugendliche sind Opfer von Menschenhandel und werden ausgenutzt, oder sie landen in den Fängen von Kriminellen sowie von organisierter Gewalt", betonte Franziskus. Bekämpfung von Korruption und ein echter politischer Dialog seien nötig, um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen.

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