"Papierener Gustl" von

"Django Unchained" bester Film 2013

Heimische Filmkritiker küren die Filme des Jahres. Seidl bekommt Austro-Filmpreis.

"Papierener Gustl" - "Django Unchained" bester Film 2013 © Bild: Sony Pictures

Quentin Tarantinos Rachewestern "Django Unchained" war nach Ansicht von Österreichs Filmkritikern der beste Film des Jahres 2013. Zum besten heimischen Werk wurde Ulrich Seidls zweiter Trilogie-Teil "Paradies: Glaube" gekürt. Seidl nahm den "Papierenen Gustl", der bereits zum elften Mal verliehen wurde, am Montagabend in Wien persönlich entgegen - ebenso wie Erfolgsregisseur Michael Haneke.

Haneke wurde für "Das weiße Band" geehrt, der erstmals den neu im Portfolio befindlichen Titel als bester Film der vergangenen zehn Jahre erhielt. Er verwies damit Lars von Triers "Melancholia" und "No Country For Old Men" der Coen-Brüder auf die Plätze. In der Sparte der Dokumentarfilme siegte 2013 Claude Lanzmanns "Der Letzte der Ungerechten", das Interviewporträt von Benjamin Murmelstein, dem letzten Judenältesten im Ghetto Theresienstadt.

Zum zweiten Mal wurden aber nicht nur die besten Produktionen des Jahres gekürt. Die zweifelhafte Ehre, von den Filmkritikern des Landes als schlechtester Film des vergangenen Jahres betitelt zu werden, teilen sich diesmal ex aequo zwei Produktionen: Der "Ungustl" ging an Christian Thedes "Im weißen Rössl - Wehe Du singst" und Harald Sicheritz' "Bad Fucking".

Die zehn besten Filme des Jahres 2013 in den Augen der österreichischen Filmkritiker:

  1. "Django Unchained" von Quentin Tarantino
  2. "Inside Llewyn Davis" von Joel & Ethan Coen
  3. "Gravity" von Alfonso Cuaron
  4. "Blau ist eine warme Farbe" von Abdellatif Kechiche
  5. "Rush - alles für den Sieg" von Ron Howard
  6. "Only Lovers Left Alive" von Jim Jarmusch
  7. "Der Geschmack von Rost und Knochen" von Jacques Audiard
  8. "Zero Dark Thirty" von Kathryn Bigelow
  9. "Spring Breakers" von Harmony Korine
  10. "Silver Linings" von David O. Russell

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