Paparazzi liegen weiter auf der Lauer:
Opfer "können nach wie vor nicht ins Freie"

Forotgrafen lauern vor Amstettner Landesklinikum Appell auf mehr Rücksichtnahme auf Privatsphäre

Paparazzi liegen weiter auf der Lauer:
Opfer "können nach wie vor nicht ins Freie"
© Bild: Reuters/Bader

Im Inzest-Fall wird das Landesklinikum Amstetten-Mauer, wo mehrere Opfer betreut werden, nach wie vor von Paparazzi belagert. In den vergangenen Tagen sei es mit den Fotografen immer wieder zu "Schwierigkeiten" gekommen, so Klaus Schwertner, Sprecher der NÖ Landeskliniken-Holding. Schwertner appellierte daran, auf die Privatsphäre der Opfer Rücksicht zu nehmen.

"Der Schutz der Privatsphäre der Opfer hat oberste Priorität", sagte Schwertner, der als wesentlich erachtete, seitens der NÖ Landeskliniken-Holding hierbei "klar Stellung zu beziehen". "Die Familie soll endlich die Ruhe bekommen, die sie verdient hat", so Schwertner zur APA.

Probleme mit Paparazzi habe es in den vergangenen Tagen vor allem in der Nacht gegeben. Ein Fotograf sei auf die Fassade der Sonderkrankenanstalt geklettert und habe versucht, Bilder von den Opfer zu machen. Auch hätten sich vor dem Spital wieder vermehrt Kamerateams postiert, so Schwertner.

Die Medienbelagerung bringe für die Opfer Probleme. "Sie können nach wie vor nicht ins Freie", sagte Schwertner. Den Gesundheitszustand der Opfer beschrieb Schwertner als unverändert. Die Familie, die im Landesklinikum Amstetten-Mauer in Behandlung steht, dürfte dort noch einige Monate betreut werden, so Schwertner.

Eine 19-Jährige wird derzeit im Landeskrankenhaus Amstetten betreut. Der Zustand des Opfers sei derzeit unverändert, habe sich in der vergangenen Woche aber weiter stabilisiert.
(apa/red)