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Strache: Papamonat ist
"familienpolitischer Gewinn"

Rot und Grün kritisieren Schramböck

Familie - Strache: Papamonat ist
"familienpolitischer Gewinn" © Bild: APA/HANS PUNZ

Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache spricht sich in der aktuellen Diskussion über den Papamonat für dessen Umsetzung aus. Kritik an Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) kam von Rot und Grün.

Dies wäre ein "familienpolitischer Gewinn", erklärte Strache - er war nach der Geburt seines Sohnes zu Neujahr im selbstgewählten Papamonat - auf seiner Facebookseite.

Der FPÖ-Obmann unterstützte mit dem Posting Sozialministerin und Parteikollegin Beate Hartinger-Klein, die am Sonntag eine rasche Umsetzung des Papamonats angekündigt hatte. "Ein Papamonat für alle, wäre ein familienpolitischer Gewinn!", schrieb Strache auf Facebook und teilte einen "Krone"-Artikel über eben diesen.

Schramböck gegen Rechtsanspruch

Der Regierungspartner ÖVP zeigte sich allerdings auch am Mittwoch noch zurückhaltend. So ließ Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) wissen, dass sie die Einführung eines Rechtsanspruchs auf den Papamonat ohne gleichzeitige Entlastung für die Wirtschaft ablehnt. Leise Kritik übte sie auch an einer geplanten EU-Richtlinie zur Vereinbarkeit.

Kritik von SPÖ und Grünen

SPÖ und Grüne kritisierten am Mittwoch Schramböcks Aussagen zum Papamonat bzw. der EU-Regelung. Die Vereinbarkeits-Richtlinie sehe europaweite Mindeststandards für die Urlaubsansprüche von Eltern und pflegende Angehörige vor, so SPÖ-Delegationsleiterin Evelyn Regner in einer Aussendung. "Im EU-Parlament konnten wir den Rechtsanspruch auf zehn bezahlte Tage durchsetzen und auch die Mitgliedsstaaten haben sich bereits geeinigt." Wenn Familien gemeinsame Zeit ermöglicht werden soll, könne man auch kaum von "zu viel Bürokratie" sprechen, zeigte sie sich verärgert.

Auch die Grünen-Europamandatarin Monika Vana verwies auf die Einigung zur Richtlinie. "Dass sich die ÖVP nun querstellt und nach der Indexierung der Familienbeihilfe erneut damit droht, EU-Recht nicht umsetzen zu wollen, ist ein Zeichen für den unsozialen und antieuropäischen Kurs der Partei", so Vana.

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