Terrorismus von

Pakistan: Dutzende Tote
bei Taliban-Selbstmordanschlag

Über 130 Verletzte - Attentat ereignete sich trotz erhöhter Sicherheitsstufe

Selbstmordanschlag in Pakistan © Bild: Reuters/Mohsin Raza

Beim schwersten Anschlag seit Monaten sind an der Grenze Pakistans zu Indien mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 130 Menschen wurden zudem verletzt, als sich ein Selbstmordattentäter am Sonntag inmitten einer Menschenmenge in der Nähe der pakistanischen Stadt Lahore in die Luft sprengte. Unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder.

Am Ort des Attentats hatten sich Tausende Menschen versammelt, um einer allabendlichen Fahnen-Zeremonie beizuwohnen. Bei dem Selbstmordattentäter soll es sich laut Polizei um einen Jugendlichen gehandelt haben, der einen Sprengsatz am Körper trug. Auf Fernsehbildern waren zahlreiche Krankenwagen zu sehen, die Verletzte in Kliniken nach Lahore, in die Hauptstadt der Provinz Punjab, brachten.

Suche nach Bekannten und Angehörigen

In einem Krankenhaus in Lahore waren die Leichen zahlreicher Opfer zu sehen. Die Körper waren von weißen Laken bedeckt. Um die Toten versammelten sich viele Menschen, offensichtlich auf der Suche nach Bekannten und Angehörigen.

Selbstmordanschlag in Pakistan
© Reuters/Mohsin Raza Die Hinterbliebenen sind verzweifelt.

Die sunnitische Jamaat ul Ahrar, eine Gruppierung der pakistanischen Taliban mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida, bekannte sich zu dem Attentat. "Es war unser Werk", sagte der Sprecher der Gruppe, Ehsanullah Ehsan, in einer Mitteilung. Gleichzeitig kündigte er neue Anschläge an: "Wir werden auch weiterhin Ungläubige ins Visier nehmen."

Attentat trotz erhöhter Sicherheitsstufe

Das Attentat ereignete sich trotz einer erhöhten Sicherheitsstufe in Pakistan, wo derzeit der schiitische Trauermonat Muharram begangen wird. Unter den Toten sollen mindestens zwei Beamte der Grenztruppe Rangers sein, die auch Polizeiaufgaben wahrnimmt.

Es war der blutigste Anschlag, seit die pakistanische Armee Mitte Juni eine Offensive gegen Islamisten in den Stammesregionen im Grenzgebiet zu Afghanistan gestartet hat. Nach Militärangaben wurden seither mehr als 1.100 Extremisten getötet.

Kommentare

Nirgends auf der Welt funktioniert Multi-Kulti.
Unsere Regierung holt weiterhin noch mehr Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger ins Land. In ein paar Jahren ist vor allem Wien ein soziales Pulverfass! (Wie lange gab es den Vielvölkerstaat Jugoslawien?)

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