Ozonverlust endlich gebremst? Ozonloch über Südpol um 30 Prozent geschrumpft

Von 40 Mio. Tonnen Verlust auf 27,7 Mio. geschrumpft Experten: Verbesserung durch natürliche Schwankung

Ozonverlust endlich gebremst? Ozonloch über Südpol um 30 Prozent geschrumpft

Das Ozonloch über dem Südpol ist in diesem Jahr um 30 Prozent kleiner als 2006. Der Ozonverlust habe in der Spitze 27,7 Millionen Tonnen betragen, berichtet die Europäische Raumfahrtagentur ESA auf ihrer Internetseite. Im vergangenen Jahr sei ein Rekordverlust von 40 Millionen Tonnen gemessen worden.

Das betroffene Gebiet hat der ESA zufolge mit 24,7 Millionen Quadratkilometern etwa die Größe Nordamerikas. Entscheidend ist neben der Ausdehnung in der Fläche auch die Höhe der Zone mit Ozonverlust. Experten führen die Verbesserung auf natürliche Schwankungen zurück und geben daher keine Entwarnung.

Weil das Ozonloch weniger um den Südpol herum zentriert gewesen sei, habe sich die darin befindliche Luft mit wärmerer Luft vermischt, was den Prozess des Ozonverlustes gebremst habe. Ozon wird nur bei besonders kalten Temperaturen abgebaut. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Ozonschicht in der Stratosphäre jährlich global um etwa 0,3 Prozent vermindert. Damit gelangt mehr krebserregende ultraviolette Strahlung auf der Erdoberfläche. Die Schäden an der Ozonschicht werden auf den industriellen Einsatz von Chemikalien wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zurückgeführt, die sich jahrzehntelang in der Atmosphäre halten können.

Das Montrealer Protokoll hatte vor 20 Jahren den Grundstein für ein Verbot von ozonschädigenden Stoffen gelegt. Als Ozonloch sieht die ESA Gebiete an, in denen die Stärke der Ozonschicht besonders gering ist - unter 220 Dobson Einheiten. Die Stärke schwankt im Jahresverlauf. (apa)