Outletcenter von

Organisierte Schnäppchenjagd

Voll im Trend: Outletcenter bei Herstellern und Käufern immer beliebter

Zwei Frauen beim Shoppen © Bild: Thinkstock/Photodisc

Luxusmode zwischen künstlichem Fachwerk, Zinnen und bunten Türmchen zum Schnäppchenpreis. Zwischen Ostsee und Alpen locken immer mehr Outletdörfer zum günstigen Einkauf. In Österreich sind die McArthurGlen Outlets in Parndorf und Salzburg Anziehungspunkte für Schnäppchenjäger. In Parndorf eröffnete außerdem in 2012 ein weiteres Center namens Villagio. Deutschlandweit gibt es derzeit gut zehn solcher Konsumtempel. In den kommenden fünf Jahren soll sich ihre Zahl nach bisherigen Planungen verdoppeln. Einzelhandelsexperten befürchten eine Verschärfung des Wettbewerbs.

Die meisten Outletcenter liegen im Einzugsgebiet großer Ballungsgebiete, oft verkehrsgünstig in der Nähe von Autobahnen. Die Betreiber bauen sie als kleine, oft kitschige Dörfer mit pittoresken Klinkerhäuschen und fast mediterran anmutenden Plätzen. Vielerorts karren auch Reiseunternehmen kauflustige Besucher an. Der Trend kommt eigentlich aus den USA. Dort gibt es solche Freiluft-Malls schon lange.

Beliebt bei Herstellern

Viele Hersteller sehen sie als zusätzlichen Vertriebskanal, über den sie günstig Markenware der letzten Saison oder mit kleinen Fehlern verhökern können. Ihr einstiges Schmuddelimage haben die Outletgeschäfte schon längst abgestreift. Und auch für die Ladenbetreiber ist das Geschäft lukrativ: Sie müssen nur wenig in den Ladenbau und Personal investieren. Meist ist Selbstbedienung angesagt.

Deutsche kommen auf den Geschmack

In Deutschland ist erst seit kurzem ein Boom zu beobachten. Lange leisteten die Kommunen Widerstand aus Angst, ihre Innenstädte könnten durch die Konkurrenz auf der grünen Wiese veröden. Daher entstanden in den vergangenen Jahren auch viele Outletcenter in den Grenzgebieten der Nachbarländer - unter anderem in Tschechien, Frankreich, der Schweiz und eben auch Österreich, berichtet das Handelsinstitut EHI in Köln.

Konkurrenz für Stadtgeschäfte

Michael Reink vom Handelsverband HDE befürchtet einen noch härteren Wettbewerb - vor allem im Textilhandel - und das sehr zulasten der Geschäfte in den Stadtzentren. Schon die jetzt bestehenden Outletcenter machten sich gegenseitig Konkurrenz. Das liege auch an ihrem riesigen Einzugsbereich mit einem Radius von um die 100 Kilometer. Angesichts der Planungen frage man sich, woher die ganze Kaufkraft noch kommen soll. "Der Euro wird nur einmal ausgegeben", sagt Reink.

Kommentare

naja in usa zahlt man dafür für addidas unmengen und bekommt zb auch oakleys *nachgeworfen* im vergleich. im outlet parndorf zahlte ich für stiefel, die auf der MAHÜ über 200 waren gerade mal 75€-oakley die beim optiker 245€ kosteten beakm ich für 150€- die kids bekamen beim pepe 4 shirts günstiger als im generalicenter-es lohnt schon wenn man rausfährt. allerdings wird einem das geld anderweitig gezogen, da man immer noch dies und das mitnimmt

In Österreich ist das alles Augenauswischerei. Wenn man in Österreich eine Levis-Jean nicht unter€120.- bekommt und die gleiche in den USA in Levis Shops um $39.- angeboten wird, kann man sich nur wundern wer den ganzen reibach macht.

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