ÖVP Wien von

Otto-Habsburg-Brücke gefordert

Penzinger Volkspartei wünscht sich eine Benennung nach dem "verdienten Europäer"

Otto Habsburg während eines Festakts im Parlament. © Bild: APA&Robert Jäger

Die ÖVP im Wiener Bezirk Penzing hat sich am Mittwoch für die Benennung einer Brücke nach Otto Habsburg eingesetzt, dem im Vorjahr verstorbenen Sohn des letzten österreichischen Kaisers und ungarischen Königs Karl I. (IV.). Es sei "höchste Zeit", dass nun endlich auch Wien des verdienten Europäers gedenke, mahnte der Penzinger VP-Bezirksrat Markus Kroiher in einer Aussendung.

"Wien als seine Heimatstadt hat dem verdienten Europäer Otto Habsburg bis heute kein würdiges Denkmal gesetzt. Daher wollen wir eine Penzinger Brücke in 'Otto-Habsburg-Brücke' umbenennen", erläuterte er das Anliegen. Die Penzinger ÖVP hat dafür laut eigenen Angaben zwei Brücken im Visier, die Richtung Schloss Schönbrunn gehen. So wird etwa vorgeschlagen, die Kennedybrücke bei der U4-Station Hietzing umzubennen. Diese trägt derzeit den Namen des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy.

Habsburg-Brücke vor Schönbrunn?

Möglich wäre auch, die Brücke in der Schlossallee nach Otto Habsburg zu benennen, hieß es. Sie wird laut Volkspartei zwar gemeinhin "Schlossbrücke" genannt, hat aber offiziell keinen Namen. In beiden Fällen würden keine großen Kosten entstehen, da keine Gebäude mit neuer Adresse versehen werden müssten, wurde versichert. Ein entsprechender Antrag wird in der Bezirksvertretungssitzung am 12. September eingebracht. Bezirke haben in Wien die Möglichkeit, Namen vorzuschlagen. Für die Benennung von Verkehrsflächen ist dann das Rathaus zuständig.

Otto Habsburg, so betonte die ÖVP in ihrer Aussendung, hat sich mehrfach um Österreich und die europäische Vereinigung verdient gemacht. So engagierte er sich gegen den Nationalsozialismus und verhalf bedrohten Menschen in Österreich zur Flucht - was ihn nach Todesdrohungen selbst zum Exil gezwungen habe. Auch zum Ende des Kommunismus habe er beigetragen, unter anderem durch das "Paneuropa-Frühstück" an der österreichisch-ungarischen Grenze.

Kommentare

simm1111

Gehen ihnen die Namen aus das sie jetzt einen Habsburger nehmen müssen? War der Kennedy auch Antisemit das sie seinen Namen weghaben wollen??

An der heimischen Politik vorbei seine Familie wieder an die Macht zu bringen, war mal das erste, was er seinerzeit versucht hat. Wäre er kein Habsburger gewesen, wäre er nie zu seinem Status gekommen.

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