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Endlich Oscar für DiCaprio!

Das sind die Oscar-Gewinner 2016

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    Oscars 2016

    Als es hieß "And the Oscar goes to - Leonardo DiCaprio" zeigten sich nicht nur die anwesenden im Saal, sondern auch alle Journalisten backstage begeistert und erleichtert.

    Kamermann Emmanuel Lubezki, Leonardo DiCaprio und Filmdirektor Alejandro Gonzalez Inarritu mit ihren Oscars für "The Revenant"


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    Oscars 2016

    Leo DiCaprio umarmt herzlich Kate Winslet

Gleich drei Filme gehen als große Gewinner aus der 88. Oscar-Verleihung hervor: Das Enthüllungsdrama "Spotlight" erhielt Trophäen für den besten Film und das beste Original-Drehbuch, das Actionspektakel "Mad Max: Fury Road" räumte sechs Preise in technischen Kategorien ab und "The Revenant - Der Rückkehrer" kam in den bedeutenden Sparten Regie, Kamera und Hauptdarsteller zum Zug.

THEMEN:

Das breiteste Grinsen hatte am Sonntagabend (Ortszeit) in Hollywood ganz klar Leonardo DiCaprio: Die Rolle des schwerverletzten Pelztierjägers im Rachedrama "The Revenant" brachte dem 41-jährigen Hollywoodstar nach vier glücklosen Anläufen den ersten Schauspiel-Oscar ein. Die Bühne des Dolby Theatre nutzte der Umweltaktivist sogleich für einen Appell. "Um für unseren Dreh Schnee zu finden, mussten wir an den südlichsten Punkt der Erde fahren. Der Klimawandel ist Realität, er passiert genau jetzt und ist unsere größte Bedrohung", so DiCaprio, der von seinen prominenten Kollegen mit stehenden Ovationen und langem Applaus gewürdigt wurde. "Lasst uns diesen Planeten nicht als selbstverständlich ansehen. Auch dieser Abend ist für mich nicht selbstverständlich."

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    Leonardo DiCaprio: Sein Leben in Bildern

    Leonardo DiCaprio war bereits vier Mal für den Oscar nominiert und wurde von der Jury bisher jedes Mal übergangen. Nun, nach seiner fünften Nominierung für seine Rolle als rachsüchtiger Trapper in Alejandro Inarritus "The Revenant - Der Rückkehrer" (insgesamt 12 mal nominiert) hat er die ersehnte Trophäe endlich ergattert.

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    Leonardo DiCaprio: Sein Leben in Bildern

    Er kennt die ärmliche Seite von Los Angeles. Leonardo DiCaprio wuchs in einem Viertel von Los Angeles auf, das er selbst mit den düsteren Szenen aus dem Film "Taxi Driver" vergleicht.

    Im Bild: Im zarten Alter von 6 , 1980

Österreichischer Kurzfilm geht leer aus

Die österreichisch-deutsche Oscar-Hoffnung hat sich nicht erfüllt: Der deutsche Jungregisseur Patrick Vollrath musste sich mit seinem Filmakademie-Wien-Abschlussfilm "Alles wird gut" Benjamin Clearys "Stutterer" geschlagen geben. Die romantische Komödie wurde am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles in der Kategorie "Best Live Action Short Film" ausgezeichnet.

Brie Larson ist beste Schauspielerin

Auch bei den Hauptdarstellerinnen setzte sich mit Brie Larson die Favoritin durch. Die 26-Jährige wurde für ihre Darstellung einer als Teenager entführten Mutter im Entführungsdrama "Room" ("Raum") geehrt. Auch die Kategorie "Beste Nebendarstellerin" entschied mit der 27-jährigen Schwedin Alicia Vikander ("The Danish Girl") eine Hollywood-Newcomerin für sich. Überraschend war hingegen der erste Oscar für Mark Rylance (56): Der versierte britische Theater- und Filmschauspieler stach mit seiner Darstellung eines sowjetischen Spions in Steven Spielbergs "Bridge of Spies" den großen Favoriten Sylvester Stallone ("Creed - Rocky's Legacy") aus. Ein nostalgischer Gewinner fand sich dafür mit Ennio Morricone, der für seine Filmmusik zu Quentin Tarantinos "The Hateful Eight" im Alter von 87 Jahren nach sechs Anläufen ab 1979 endlich seinen ersten Oscar erhielt.

© Christopher Polk/Getty Images

Abräumer "Mad Max: Fury Road"

Wie erwartet abgeräumt hat das postapokalyptische Actionspektakel "Mad Max: Fury Road" in den technischen Kategorien: Sechs von zehn Nominierungen konnte George Millers von der Kritik gefeierter Film in Preise ummünzen, darunter für den besten Schnitt und das beste Produktionsdesign. Der siebente "Star Wars"-Film "Das Erwachen der Macht" ging hingegen leer aus und musste den Preis für die besten visuellen Effekte überraschend dem Indie-Science-Fiction-Thriller "Ex Machina" überlassen.

© Kevin Winter/Getty Images Mark A. Mangini und David White für das beste Sound Editing

"Nur" drei Oscars für "The Revenant"

Vergleichsweise mager ist die Ausbeute vom großen Favoriten "The Revenant", der lediglich drei seiner zwölf Preischancen nutzte. Es sind aber die wohl rekordverdächtigsten, ist Emmanuel Lubezki doch der erste Kameramann, der drei Mal hintereinander einen Oscar erhält (nach "Gravity" 2014 und "Birdman" 2015), und Alejandro G. Inarritu nach John Ford (1940/41) und Joseph L. Mankiewicz (1949/50) erst der dritte Regisseur, der in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zu Oscar-Ehren kommt ("Birdman" 2015).

© Kevin Winter/Getty Images Revenant

"Spotlight" ist der beste Film

Die Möglichkeit, zwei Jahre infolge den besten Film zu verantworten, machte dann aber Tom McCarthy Inarritu streitig: Sein mit u.a. Mark Ruffalo und Rachel McAdams starbesetztes Enthüllungsdrama "Spotlight" über die Aufdeckung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche war der Academy of Motion Picture Arts and Sciences den Hauptpreis sowie die Trophäe für das beste Original-Drehbuch wert. "Dieser Film hat den Überlebenden eine Stimme gegeben - und der Oscar dient nun hoffentlich als Verstärker, damit diese Stimme ihren Weg bis in den Vatikan findet", zeigte sich Produzent Michael Sugar bewegt über die Auszeichnung. Für den Mitfavoriten "The Big Short" von Adam McKay blieb es bei einem Preis für das beste adaptierte Drehbuch.

© Kevin Winter/ Getty Images Spotlight Crew

"Alles steht Kopf" bester Animationsfilm

Als bester Animationsfilm wurde schließlich der Pixar-Film "Inside Out" (dt. "Alles steht Kopf") gekürt, beste Doku ist Asif Kapadias umstrittene Winehouse-Biografie "Amy" und der Auslandsoscar geht zum zweiten Mal in der Oscar-Geschichte nach Ungarn ("Son of Saul" von Laszlo Nemes). Die deutsch-österreichische Oscar-Hoffnung erfüllte sich indes nicht. Der deutsche Jungregisseur Patrick Vollrath war mit seinem Filmakademie-Wien-Abschlussfilm "Alles wird gut" dem Briten Benjamin Cleary und dessen romantischer Komödie "Stutterer" unterlegen.

Chris Rock: Zurückhaltende Moderation

Insgesamt zeigte sich die vom afroamerikanischen Komiker Chris Rock (51) moderierte Gala weniger humorvoll als in den Vorjahren, auf große Musiknummern oder Bühnenzauber verzichtete man weitgehend. Performer wie The Weeknd oder Sam Smith, der für seinen Bond-Titelsong "Writing's on the Wall" einen Oscar holte, waren betont zurückhaltend. Zu Tränen rührte hingegen Lady Gaga das Auditorium mit ihrer Darbietung des nominierten Songs "Til it Happens to You". Das Lied wurde für den Dokumentarfilm "The Hunting Ground" geschrieben, der sich um sexuelle Gewalt an US-Universitäten dreht. Mit der Sängerin auf der Bühne standen mehrere junge Menschen, auf deren Armen Statements wie "Überlebende" oder "unzerbrechlich" geschrieben waren.

© Kevin Winter Getty Images

Kein Schwarzer nominiert

Das dominante Thema, das sich durch die gesamte Gala zog, war die Diskussion im Vorfeld um die Schauspieler-Nominiertenliste, fand sich doch unter den 20 Künstlern zum zweiten Mal infolge kein einziger Schwarzer. So hatte Rock den Abend gleich mit einer bissigen Eröffnungsrede eingeläutet. "Wenn Sie Gastgeber nominieren würden, hätte ich diesen Job nicht bekommen", zeigte er sich ironisch. Dass keinerlei schwarze Schauspieler nominiert würden, sei allerdings auch in den frühen Jahrzehnten des Oscars vorgekommen, nur habe damals niemand protestiert, weil es schlicht wichtigere Dinge gegeben habe: "Wenn deine Oma vom Baum hängt, ist es schwierig, sich darum zu kümmern, wer für die beste Kurzdokumentation nominiert ist."

Bereits Rocks Auftaktrede löste in den sozialen Medien eine lebhafte Debatte aus. Das Magazin "People" twitterte etwa: "Die unglaublichste Eröffnungsrede aller Zeiten? Wir denken ja." Aber auch im weiteren Verlauf des Abends war in einer Mehrheit der Einlagen die fehlende Diversität Hollywoods immer wieder Thema. Dazu zählten unter anderem Videoeinspieler mit Gastauftritten von Tracy Morgan oder Whoopi Goldberg, die demonstrieren sollten, wie schwer es für farbige Schauspieler sei, eine Filmrolle zu ergattern.

© Kevin Winter /Getty Images

Alle Gewinner

BESTER FILM | "Spotlight" | Regie: Tom McCarthy
REGIE | Alejandro G. Inarritu | "The Revenant - Der Rückkehrer"
HAUPTDARSTELLER | Leonardo DiCaprio | "The Revenant - Der Rückkehrer"
HAUPTDARSTELLERIN | Brie Larson | "Room"
NEBENDARSTELLERIN | Alicia Vikander | "The Danish Girl"
NEBENDARSTELLER | Mark Rylance | "Bridge of Spies"
FREMDSPRACHIGER FILM "Son of Saul" | Ungarn, Regie: Laszlo Nemes
KAMERA | Emmanuel Lubezki | "The Revenant - Der Rückkehrer"
ORIGINALDREHBUCH | Josh Singer, Tom | "Spotlight" McCarthy
ADAPTIERTES DREHBUCH | Charles Randolph, Adam "The Big Short" McKay
SCHNITT | Margaret Sixel | "Mad Max: Fury Road"
FILMMUSIK | Ennio Morricone | "The Hateful Eight"
FILMSONG | "Writing's On The Wall" aus "Spectre", von Sam Smith und Jimmy Napes
PRODUKTIONSDESIGN | Colin Gibson; | "Mad Max: Fury Road" Setdesign: Lisa Thompson
TONSCHNITT | Mark Mangini, David | "Mad Max: Fury Road" White
TONMISCHUNG | Chris Jenkins, Gregg | "Mad Max: Fury Road" Rudloff, Ben Osmo
SPEZIALEFFEKTE | Andrew Whitehurst, Paul "Ex Machina" Norris, Mark Ardington, Sara Bennett
MAKE-UP/FRISUR | Lesley Vanderwalt, Elka "Mad Max: Fury Road" Wardega, Damian Martin
KOSTÜMDESIGN | Jenny Beavan | "Mad Max: Fury Road"
REALKURZFILM | "Stutterer" | Regie: Benjamin Cleary
ANIMATIONSFILM | "Inside Out" (dt. Regie: Pete Docter, "Alles steht Kopf") | Produzent: Jonas Rivera
ANIMATIONS-KURZFILM | "Bear Story" | Regie: Gabriel Osorio, Produzent: Pato Escala
DOKUMENTARFILM | "Amy | Regie: Asif Kapadia, Produzent: James Gay-Rees
DOKUMENTAR-KURZFILM "A Girl in the River: The Price of Obaid-Chinoy Forgiveness" | Regie: Sharmeen Obaid-Chinoy

Kommentare

da hat der einige wirklich gute filme hinter sich und bekam nie etwas. der fadeste und doofste film gewinnt nun, sehr seltsam, aber geschmack ist halt verschieden.

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