Oscar Pistorius von

Er will wieder trainieren

Mordverdächtiger Paralympics-Star denkt daran, das Lauftraining wieder aufzunehmen

Oscar Pistorius vor Gericht. © Bild: APA/EPA/TJ LEMON

Der südafrikanische Paralympics-Gewinner Oscar Pistorius, der wegen Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp angeklagt wurde, will das Training wieder aufnehmen. "Er denkt daran, ins Training einzusteigen", erklärte Peet van Zyl, der Manager des als "Blade Runner" bekannt gewordenen, unterschenkelamputierten Leichtathleten. Es würde Pistorius guttun, Regelmäßigkeit in sein Leben zu bringen, sagte Van Zyl.

Ein Wettkampf-Comeback des 26-Jährigen, der sich gegen Kaution auf freiem Fuß befindet und nach Absprache mit den Behörden auch ins Ausland reisen darf, hat Van Zyl nicht ausgeschlossen. Der Manager stellte aber fest, dass es dafür keinen Zeitplan gebe.

Pistorius' Familie widersprach den Ankündigungen von Manager Peet van Zyl noch am Donnerstag. Oscar Pistorius sei nach dem Tod seiner Freundin Reeva Steenkamp noch zu traumatisiert, um wieder zu trainieren. "Oscar ist noch zu keinem offiziellen Trainingsprogramm zurückgekehrt. Das mag sich in der Zukunft ändern, doch liegt die Entscheidung darüber allein bei ihm", erklärte sein Onkel Arnold Pistorius. "Er hat uns allen klargemacht, dass er zum jetzigen Zeitpunkt darüber weder nachdenken kann noch will".

Es habe am Mittwoch ein Treffen mit Oscar, Teilen seiner Familie und seinem Trainer gegeben, erklärte der Onkel weiter. "Wir haben ihn alle ermutigt, seinen Sport wieder aufzunehmen, um seine Psyche wieder zu stabilisieren." Tatsächlich sei er inzwischen ein paar Mal wieder gelaufen, doch sei ihm das sehr schwergefallen. "Jedes Mal musste er hart mit sich kämpfen, um überhaupt vor die Türe zu gehen".

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