Nach Mordprozess von

Oscar Pistorius
darf bei Olympia starten

Sprintstar könnte Karriere wieder aufnehmen - Kein Verbot für Sportbewerbe

Nach Mordprozess - Oscar Pistorius
darf bei Olympia starten © Bild: imago/Xinhua

Sprintstar Oscar Pistorius könnte nach seiner Verurteilung im Mordprozess in sportlicher Hinsicht wieder durchstarten. Er darf nämlich bei Olympia für sein Land an den Start gehen. Das hat das Südafrikanische Olympia Komitee entschieden, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden des Komitees, Tubby Reddy, gebe es keine Vorschriften, die einem Verurteilten die Teilnahme verbieten würden. Theoretisch kann Pistorius seine Sportlerkarriere also wieder aufnehmen.

© imago/Gallo Images Oscar Pistorius kann auf eine erfolgreiche Karriere als Sportler zurückblicken.

Südafrikanische Ministerin zeigt sich enttäuscht

Nach der Verurteilung von Pistorius wegen fahrlässiger Tötung hat Südafrika den Richterspruch intensiv debattiert. Bildungsministerin Angie Motshegka äußerte sich am Sonntag enttäuscht über das Urteil und hoffte auf ein Berufungsverfahren. Zuvor hatte der Vater der von Pistorius getöteten Reeva Steenkamp die Darstellung des 27-Jährigen zum Ablauf der Todesnacht infrage gestellt.

Motshegka stelle das Urteil zwar nicht infrage, empfinde es aber als "ungerecht für die Frauen", sagte ihre Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Motshegka ist neben ihrem Ministerposten auch Vorsitzende der Frauenliga der Regierungspartei ANC. Motshegka habe persönlich den Eindruck, Pistorius sei einer Verurteilung wegen Mordes vor allem aus technischen Gründen entgangen, sagte ihr Sprecher weiter. "Und sie hätte gern, dass das von einem anderen Gericht überprüft wird." Presseberichten zufolge ist es wahrscheinlich, dass die Staatsanwaltschaft Berufung einlegt.

Lebensgefährtin 2013 erschossen

Der an den Unterschenkeln amputierte frühere Sprintstar hatte seine Lebensgefährtin Steenkamp im Februar vergangenen Jahres erschossen, weil er sie nach eigenen Angaben mit einem Einbrecher verwechselt hatte. Eine Tötungsabsicht bestritt der Ausnahmesportler. Am Ende eines Aufsehen erregenden Prozesses sprach Richterin Thokozile Masipa am Freitag den Angeklagten der fahrlässigen Tötung schuldig. Das Strafmaß wird frühestens am 13. Oktober verkündet.

Kommentare

Laleidama

..4 x geschossen..und dafür eine kostenpflichtige Verwarnung bekommen......der ganz normale Wahnsinn

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