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Orlando: Wer war Omar M.?

Ex-Frau beschreibt ihn als gewalttätig. Attentäter wollte Polizist werden.

  • Handout of Orlando gay nightclub mass shooting suspect Omar Mateen
    Bild 1 von 20 © Bild: Orlando Police Department/Handout via Reuter

    Terror in Orlando

    Der Todesschütze Omar M. (29)

  • Bild 2 von 20 © Bild: Reuters

    Terror in Orlando

    Der Todesschütze Omar M. (29) war in sozialen Netzwerken aktiv.

Nach dem Blutbad im Nachtclub "Pulse" in Orlando rätseln die Ermittler noch über das Motiv des Attentäters. Freunde, Bekannte und Familienangehörige beschreiben den 29-jährigen Omar M. als impulsiv, gewalttätig und psychisch instabil. "Er konnte jeden Moment durchdrehen", sagt seine Ex-Frau Sitora Y., die er geschlagen haben soll.

Hass auf Schwule führt Omar M.s Vater Mir S. als mögliches Motiv an. Und das FBI teilt mit, Omar habe sich kurz vor dem Massaker zur Terrormiliz IS bekannt.

Vom FBI wiederholt befragt

Einige Stücke des Puzzles, die nach dem Anschlag von Orlando nun akribisch zusammengesetzt werden müssen, hatte die US-Bundespolizei FBI bereits in den vergangenen Jahren zusammengetragen. Sie hatte Omar M. in den Jahren 2013 und 2014 wiederholt befragt - zu angeblich radikalen Reden bei seiner Arbeit als Sicherheitsmann und zu seinen Kontakten zu dem späteren Selbstmordattentäter Moner Mohammad Abusalha. "Es gab nichts, was eine Fortsetzung der Untersuchung gerechtfertigt hätte", sagt Ronald Hopper vom FBI.

»Er wollte Polizist werden.«

Seit 2007 und bis zum Attentat von Orlando, bei dem er von der Polizei getötet wurde, ging Omar M. für das britische Sicherheitsunternehmen G4S seiner Tätigkeit als Wächter nach. "Er wollte Polizist werden", sagt seine Ex-Frau. "Also hat er mit seinen Freunden bei der Polizei trainiert, er hatte einen gültigen Waffenschein für Florida." Wenige Tage vor dem Anschlag kaufte M. ein Gewehr und eine Faustfeuerwaffe.

Aufbrausend und unberechenbar

Die Ex-Frau legt in ihrer Beschreibung Omar M.s den Akzent auf seine aufbrausende, unberechenbare Seite, nicht auf einen islamischen Fundamentalismus. "Er war psychisch instabil, psychisch krank", sagte Sitora Y. Er habe Steroide konsumiert, die bei falscher Dosierung Psychosen auslösen können, auch Paranoia. 2011 sei sie von ihrer Familie "seinen Armen entrissen" und damit "gerettet" worden.

»Er war psychisch instabil, psychisch krank.«

Omar M. hat afghanische Wurzeln, geboren wurde er aber in New York. Sein Vater, Mir S., ist in den afghanischen politischen Zirkeln in den USA eine kleine Berühmtheit. In der "Durand Jirga Show" macht er via YouTube Stimmung gegen die pakistanische Regierung. Gelegentlich ließ er einen überspannten Plan einfließen, er wolle afghanischer Präsident werden. Dass sein Sohn durch den Islam zu seiner Tat ermuntert worden sei, hält S. für ausgeschlossen: "Das hat nichts mit Religion zu tun." Er verweist vielmehr auf dessen Abneigung gegen Schwule und beschreibt eine Strandszene aus Miami, bei der sein Sohn über ein sich küssende Schwulenpaar "sehr wütend" geworden sei.

"Das habe ich niemals erwartet"

Das meint auch Syed Shafeeq Rahman, der Imam des Islamischen Zentrums von Fort Pierce, das Omar M. ab 2003 aufsuchte. "Das habe ich niemals erwartet", sagt Rahman nach dem Massaker von Orlando, einen Koran in der Hand. "Wir unterrichten Frieden und Gerechtigkeit." In dem Islamischen Zentrum tauchte M. noch in der vergangenen Woche mit seinem kleinen Sohn auf.

Einer der anderen Gläubigen aus der Moschee, Bedar Bakht, sagt, Omar M. habe in der vergangenen Woche sehr traurig und in sich gekehrt gewirkt. "Vielleicht hat er Ärger gehabt." M. habe sonst gerne über religiöse Fragen gesprochen. Wenn er mit etwas nicht einverstanden gewesen sei, habe er es direkt gesagt, er habe furchteinflößend wirken können.

Im Schwulen-Club "Pulse" in Orlando soll Omar M. dann in der Nacht auf Sonntag 50 Menschen erschossen und 53 verletzt haben. Vorher rief er noch bei der Notrufnummer 911 an - und bekannte sich in dem Anruf zur Terrormiliz IS.

Kommentare

auch so ein a...., was für eine kin dheit hatte der, wer sind seine eltern ? hm ............ leider alles zu spät

Cyrus110 melden

jeder der im namen irgend eines gottes tötet ist einfach nur ein krankes armseliges arschloch!

Eloy melden

Eine etwas gehobenere Wortwahl und ich könnte ihnen zustimmen...

annas melden

warum soll man eine gehobene wortwahl anwenden, ich bin selbst akademiker, aber habe überhaupt kein verständnis für d.... & d.....

annas melden

warum muss immer die religion im vordergrund stgehen, meine meinung ist : jeder hat seine religion, aber hat nichts überhaupt nichts mit dem leben zu tun. verdammt noch mal.

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