Orkan wirbelt Mitteleuropa durcheinander:
"Quinten" mit Spitzen von bis zu 170 km/h

Rund 600.000 Haushalte an Atlantikküste ohne Strom

Orkan wirbelt Mitteleuropa durcheinander:
"Quinten" mit Spitzen von bis zu 170 km/h © Bild: APA/DPA/Murat

Ein heftiges Orkantief mit Spitzen bis zu 170 km/h ist über Mitteleuropa hinweggefegt und hat in seinem Gefolge den Winter zurückgebracht. Nachdem "Quinten" bereits in der Nacht auf Dienstag über Frankreich getobt und dort den Flugverkehr für 14 Stunden lahmgelegt hatte, hielt er am Morgen in der Schweiz und in Süddeutschland die Einsatzkräfte in Trab. Österreich dürfte erst gegen Abend gebietsweise nur sanfte Ausläufer zu spüren bekommen.

Bereits in der Nacht auf Dienstag zog "Quinten" mit Böen bis zu 148 km/h über die Nordhälfte Frankreichs hinweg. Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren musste der Betrieb der drei Pariser Flughäfen Charles de Gaulle, Orly und Le Bourget vorübergehend eingestellt werden. Allein die Fluglinie "Air France" musste 210 Flüge streichen. In Paris mussten 3.000 Passagiere in Hotels übernachten. Rund 600.000 Haushalte an der Atlantikküste waren ohne Strom.

Spitzenwerte bei 170 km/h
Auch in der Schweiz tobte das Orkantief mit Spitzen bis zu 170 km/h. Der Spitzenwert wurde auf der Kleinen Scheidegg im Berner Oberland gemessen. Auch auf den Jurahöhen und im Gebiet der Voralpen wurden ungewöhnlich starke Böen registriert. Winde mit Werten von über 150 km/h wurden u.a. auf dem Üetliberg bei Zürich und auf dem Bantiger bei Bern gemessen. Die Bahnlinie Langenthal-Solothurn zwischen Aarwangen und Langenthal war vorübergehend wegen Sturmschäden unterbrochen.

In Baden-Württemberg ließ das Orkantief ebenfalls Bäume und Strommasten umstürzen. In Norddeutschland sorgte "Quinten" auf seinem Weg nach Polen für Neuschnee.

(apa/red)