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NASA: Testflug von
"Orion"-Kapsel verschoben

Technische Probleme und starker Wind halten Rakete am Boden

Orion © Bild: APA/EPA/NASA

Technische Probleme und starke Windböen haben am Donnerstag den mit Spannung erwarteten ersten Testflug der neuen US-Raumkapsel "Orion" verhindert. Wegen der Schwierigkeiten unter anderem mit Raketen-Ventilen verschob die US-Raumfahrtbehörde NASA am Donnerstagnachmittag den "Orion"-Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) um einen Tag.

Das Startfenster für die Delta IV-Trägerrakete öffnet sich am Freitag erneut um 13.05 Uhr mitteleuropäischer Zeit. "Trotz der nachdrücklichen Versuche des Startteams und der Missions-Manager ist uns im Grunde die Zeit bei der Lösung der Probleme weggelaufen", sagte NASA-Sprecher Mike Curie, nachdem sich das knapp dreistündige Startfenster für die Trägerrakete am Donnerstag um 15.44 Uhr (MEZ) geschlossen hatte. Der erste "Orion"-Testflug ins All sollte ursprünglich am Donnerstag um 13.05 Uhr starten.

Kapsel soll Erde zwei Mal umrunden

Während ihres nun auf Freitag verschobenen ersten Testflugs soll die noch unbemannte "Orion"-Kapsel die Erde zwei Mal umrunden und dabei eine Höhe von 5.800 Kilometern erreichen. Viereinhalb Stunden nach dem Start soll "Orion" dann südwestlich der kalifornischen Küste im Pazifik landen.

Orion
© APA/EPA/NASA/Bill Ingalls Der Testflug hätte heute, Donnerstag, stattfinden sollen.


Hitzeschild muss überprüft werden

Dabei will die NASA unter anderem den Hitzeschild von "Orion" überprüfen, der Temperaturen von 2.200 Grad Celsius beim Wiedereintritt in die Atmosphäre aushalten muss. Auch die Trennung der Kapsel von der Rakete beim Start sowie die Landung per Fallschirm im Ozean sollen erstmals getestet werden. Mit Spannung erwarten die NASA-Ingenieure zudem Messungen, wie hoch die Strahlenbelastung in der Kapsel ist.

Bemannter Flug frühestens 2021

Ein erster bemannter Flug in einer "Orion"-Kapsel ist nicht vor 2021 geplant. Mitte der 2030er Jahre will die NASA mit der Raumkapsel Menschen zum Mars befördern. Seit Ende des Shuttle-Programms 2011 sind die USA bei bemannten Flügen ins All auf russische Sojus-Kapseln angewiesen.

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