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ORF: "Weißbuch" soll Umbau-
Geschichte aufarbeiten

Wrabetz: Kein Hinweis auf "wissentlich falsche Zahlen"

Die wechselvolle Geschichte des ORF-Umbaus wird nun über den Sommer in einem "Weißbuch" aufgearbeitet, das ist ein Ergebnis der Stiftungsratssitzung am Donnerstag. Es gehe darum, die Entscheidungswege darzustellen, erklärten Mitglieder nach Ende der mit acht Stunden ungewöhnlich langen Sitzung.

Man könne so auch die damaligen Annahmen, die letztendlich den Umbau-Beschlüssen zugrunde lagen, beurteilen, begrüßte der rote Freundeskreis-Leiter Heinz Lederer diesen Schritt. Eine "Schuldfrage" stehe nicht im Raum, betonte der Chef der ÖVP-Räte, Thomas Zach, in Hinblick auf Versuche, die Beschlussvorbereitung durch den damaligen bürgerlichen Kaufmännischen Direktor Richard Grasl in Frage zu stellen.

Schließlich habe auch Generaldirektor Alexander Wrabetz in der heutigen Sitzung klargestellt, dass die entsprechenden Anträge "nach bestem Wissen und Gewissen" und auf "Grundlage von Fakten interner und externer Experten" vorgelegt worden seien, so Zach. Stimmt, sagte dazu Wrabetz selbst im Gespräch mit Journalisten - legte aber Wert auf den Nebensatz: Anträge, die der Kaufmännische Direktor "für ihre Richtigkeit unterschrieben hat".

Wrabetz betonte weiters, er "habe keinen Hinweis, dass in irgendeiner Form Zahlen wissentlich falsch hineingeschrieben wurden". Die Entscheidung für Verbleib und Zusammenlegung aller Standorte am Küniglberg sei als "bestrealistische Lösung" eine strategische gewesen.

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