ORF-Wahl: Jörg Haider verlangt von
Lindner und Wrabetz ein Finanzkonzept

Kärntner Landeshauptmann stellt Gebühren-Frage PLUS: Fordert Aufhebung der Werbebeschränkungen

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider fordert die beiden aussichtsreichsten Bewerber um das Amt des ORF-Generaldirektors, die amtierende ORF-Chefin Monika Lindner und den Kaufmännischen ORF-Direktor Alexander Wrabetz, zur Vorlage ihres jeweiligen Finanzkonzeptes auf. Vor allem möchte er wissen, "wie es die beiden mit einer möglichen Gebührenerhöhung halten ".

Wie Haider im Interview mit der APA konstatiert, gebe es ohnehin nur zwei Möglichkeiten, um die Zukunft des ORF nachhaltig zu sichern: Entweder die Gebühren würden erhöht oder die Werbebeschränkungen endlich aufgehoben. Lindner und Wrabetz sollten klar sagen, wofür sie eintreten.

Haider macht geltend, dass durch die Werbebeschränkungen dem ORF jährlich enorme Verluste entstünden, da derzeit viele Millionen in die Werbefenster der Privatsender fließen würden. Die längst fällige Aufhebung der Werbebeschränkungen, die mit der Novelle des ORF-Gesetzes 2001 beschlossen worden war, würde sicherstellen, dass die ORF-Gebühren nicht angehoben werden müssten. Haider: "Je mehr Werbeeinnahmen, umso weniger hohe Gebühren."

Laut Haider gehe es beim ORF um nicht mehr und nicht weniger als um die Existenzsicherung: "Wenn sie so weitermachen, sind sie in drei Jahren pleite." Die künftige ORF-Spitzenmannschaft müsse deshalb "bereit sein, für eine Änderung des ORF-Gesetzes zu kämpfen".

Den Ausgang für die Wahl des ORF-Generaldirektors am 17. August sieht der Kärntner Landeshauptmann noch nicht entschieden. "Es ist ein offenes Rennen zwischen Lindner und Wrabetz", glaubt Haider, dessen BZÖ gemeinsam mit SPÖ, Grünen und FPÖ hinter der Kandidatur von Wrabetz steht.

(apa/red)