ORF verliert Technischen Direktor: Peter Moosmann stirbt nach schwerer Krankheit

60-jähriger Vorarlberger kam 2006 in die Direktion Wrabetz zeigt sich von Ableben "zutiefst geschockt"

Der Technische Direktor des ORF, Peter Moosmann, ist tot. Der 60-Jährige verstarb nach langer, schwerer Krankheit, wie der ORF mitteilte. Der gebürtige Bregenzer begann seine ORF-Karriere im Landesstudio Vorarlberg und wechselte 1996 ins ORF-Zentrum nach Wien, wo er zum Leiter des Produktionsbetriebs Fernsehen aufstieg.

ORF verliert Technischen Direktor: Peter Moosmann stirbt nach schwerer Krankheit

2006 hatte ihn der damals neu gewählte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz in seine Geschäftsführung berufen, wo er seither als Technischer Direktor wirkte. Das erste Mal hatte er dieses Amt im Jahr 1998 bis 2002 inne gehabt.

Wrabetz zeigte sich vom Ableben Moosmanns "zutiefst geschockt". Er habe "bis zuletzt trotz schweren Leidens die Geschicke der Technischen Direktion geleitet und wichtige Weichenstellungen vom Krankenbett aus getroffen - das sagt viel über den Menschen und Manager Peter Moosmann und seine Moral aus", so Wrabetz. Moosmann habe viele Jahre hindurch "für den ORF als Technologie-Impulsgeber Österreichs Unschätzbares geleistet." Der reibungslose Übergang zum digitalen Antennenfernsehen und die Ausstrahlung beider ORF-Fernsehkanäle in High Definition seien zum großen Teil seinem immensen Engagement zu verdanken, sagte der Generaldirektor.

Die Agenden Moosmanns wird Wrabetz übernehmen. Das geht aus einem der APA vorliegenden Schreiben an ORF-Stiftungsrat und -Publikumsrat hervor. Darin informiert Wrabetz die Gremienmitglieder über den überraschenden Tod Moosmanns und teilt ihnen mit, dass er "bis auf weiteres die Agenden des Technischen Direktors" übernehme, und sich dabei "auf ein versiertes Team von Fachleuten und Führungskräften" stütze. Über Details der neuen Geschäftsaufteilung will Wrabetz den Stiftungsrat bei der kommenden Sitzung am 14. Dezember informieren.

(apa/red)