ORF-Standort von

St. Marx abgehakt?

Wrabetz verzichtet vorerst auf Neubauantrag, will aber weiter diskutieren

ORF-Standort - St. Marx abgehakt? © Bild: APA/Hochmuth

Der Neubau des ORF-Zentrums im Wiener Stadtteil St. Marx rückt in immer weitere Ferne. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz schlägt dem ORF-Stiftungsrat zwar weitere Diskussionen in Sachen ORF-Standort vor - mangels breiter Mehrheit im Aufsichtsgremium sieht der ORF-Chef aber vorerst von einem Antrag auf den Neubau ab. Wrabetz möchte die Thematik vor einer endgültigen Entscheidung aber nochmals mit dem obersten ORF-Gremium diskutieren.

"Auf Basis der Diskussion im Finanzausschuss bzw. Stiftungsrat werde ich einen endgültigen Standortvorschlag vorlegen", schreibt Wrabetz in der APA vorliegenden Unterlagen an die Mitglieder des ORF-Stiftungsrats.

Teurer oder billiger?
Der ORF-Chef hatte zuletzt wiederholt Sympathien für einen Standortwechsel des ORF nach St. Marx durchklingen lassen. Bei ersten Berechnungen stellten sich die ehemaligen Schlachthofgründe in Wien-Landstraße jedoch als teuerste Variante heraus. Bei weiteren detaillierteren Kalkulationen war St. Marx dann plötzlich knapp vor einem zentralen Standort am angestammten Küniglberg (Wien-Hietzing) am kostengünstigsten, in einer weiteren nachgelieferten Bilanzbetrachtung aber wieder deutlich teurer als die Küniglberg-Variante.

Eine vom ORF-Stiftungsrat eingerichtete Arbeitsgruppe Standort hatte aufgrund der divergierenden Zahlen und Informationen aus der ORF-Geschäftsführung ihre Arbeit schließlich niedergelegt. Es sei der Arbeitsgruppe unter diesen Umständen unmöglich, eine Empfehlung für den Stiftungsrat abzugeben. ORF-Chef Wrabetz hatte angekündigt, eine Entscheidung für einen neuen Standort in St. Marx nur mit breiter Mehrheit im obersten ORF-Aufsichtsgremium anzustreben. Eine solche zeichnet sich aber keinesfalls ab. Im Gegenteil: Der Widerstand gegen einen neuen ORF-Standort in St. Marx wurde unter Stiftungsräten zuletzt immer stärker.

Kommentare

Dantine melden

Kann man diesen ...falschen Oberbuchhalter nicht entmündigen und unter Kuratell stellen?
Wie die Sozis - nur Geld ausgebe! "Ist ja nicht seines"!
Soll lieber mehr Geld für gute und bessere Journalisten ausgeben, statt sie auszugraulen!

christian95 melden

Re: Kann man diesen "Guter Journalist" ist man beim Staatsfunk nur mit einem Parteibuch. SPÖ+ÖVP verhalten sich so als ob ihnen der ORF gehören würde. Sie versorgen ihre Parteigünstlinge im Proporz mit hochbezahlte Jobs. Um das zu finanzieren müssen wir immer höhere Zwangsgebühren bezahlen.
Dafür versorgen uns diese Leute mit ihren "unabhängigen" Informationen. So wie in Nordkorea & Co...

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