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ORF-Moderator Eugen Freund: "Bin Opfer der Sparpolitik"

"ZiB 1"-Star übt im Interview mit TV-Media scharfe Kritik an Politik und ORF

"ZiB"-Moderator Eugen Freund kritisiert den ORF scharf. © Bild: ORF/Thomas Ramstorfer

In TV-Media gibt ORF-News-Anchor Eugen Freund (62) sein Abschiedsinterview nach 40 Jahren ORF - und zeigt sich von seinem Arbeitgeber schwer enttäuscht. Freund, der am 10. November bereits seine letzte "ZiB"-Ausgabe moderiert und gerne weiter am Schirm geblieben wäre: "Der ORF schickt mich in Pension und hat mir das brieflich kundgetan. Aber ich werde sicher nicht in Pension gehen."

Ein Gespräch mit den Verantwortlichen habe es nicht gegeben: "Ein solches würde man vermuten. - Ich bin nicht völlig aus den Wolken gefallen, weil ich das Unternehmen seit 40 Jahren kenne. Es hat immer Mängel gegeben beim Umgang mit dem Personal."

Und Freund weiter: "Ich bin ein Opfer der Sparpolitik des Hauses - und diese hat wieder mit der nicht verlängerten Gebührenrefundierung zu tun."

Freund: Reformbedarf bei "ZiB"

In der "ZiB" selbst sieht der Moderator, der weiter in den Medien aktiv bleiben will, Reformbedarf: "Es schauen immer noch eine Million Menschen zu. Aber die Quoten gehen runter."

Eine Reform würde freilich von der Politik verhindert: "Die Politik will möglichst wenige und junge Leute in der ORF-Information. Damit ja niemand zum Recherchieren echter Geschichten kommt. Das ist von der Politik beabsichtigt: keine Aufsicht über ihre Tätigkeit."

Wrabetz will Gespräch führen

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz will mit Freund über dessen Abschied vom ORF jedoch noch reden, war am Dienstagnachmittag aus dem ORF zu hören. Mutmaßungen, wonach auch eine Verlängerung von Freunds Moderatorentätigkeit in der Hauptnachrichtensendung des öffentlich-rechtlichen Senders denkbar sei, wollte man im ORF vorerst nicht kommentieren.

"Nachdem bis jetzt offenbar niemand ein Gespräch mit Herrn Freund geführt hat, wird Generaldirektor Wrabetz das gerne tun, und dann wird man alles Weitere sehen", hieß es dazu.

Kommentare

Was ist der Unterschied zwischen Eugen Freund und einem Maurer? Zwei Antworten: Der Maurer fühlt sich nicht als Opfer wenn er mit 60ig in Pension gehen darf, weil er im Gegensatz zu Freund sein Leben lang schwer geschuftet hat und (zweite Antwort) der Maurer muss seine Arbeit besser machen als Freund sonst kracht das Haus, das er gebaut hat zusammen!

Forest w.
Forest w. melden

Solange wir uns das Leisten können wird es so ein Staatsfunk geben komme was es wolle ,die erhöhen sicher wieder die Gebühren *g* Herrlich unser Land der Steuern ;) weinen hilft ja eher wenig !

christian95 melden

Stimmt, weinen hilft nicht! Aber: Wahltag ist Zahltag!
So lange wir keine Veränderung wählen werden wir auch keine Veränderung bekommen.

leyrer melden

wahltag ist zahltag, aber wie die vergangenheit gezeigt hat sind die alternativen genau so koruppt , unfähig und vom geldadel gesteuert.

Urlauber2620

Ein einziger Intrigenstadtl.

Wir haben einen Staatsfunk bei dem weiterhin Parteigünstlinge von den Regierungsparteien mit hochbezahlte, sichere Jobs versorgt werden. Diese berichten uns dann, ähnlich wie Nordkorea & Co, ihre unabhängigen Informationen. Dafür müssen wir auch noch immer höhere Zwangsgebühren bezahlen. Faymann und Spindelegger brauchen offensichtlich Platz für neue "Haberer".

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