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Gelbe Karte für Wrabetz

Stiftungsrat fordert Generaldirektor auf, Image des ORF wieder zu verbessern.

ORF - Gelbe Karte für Wrabetz © Bild: APA/Fohringer

Kritik zur Causa Pelinka gab es auch seitens des ORF-Stiftungsrats: "Es gab keine rote, wohl aber eine gelbe Karte für den Generaldirektor", drückte es Franz Medwenitsch, Leiter des ÖVP-"Freundeskreises", nach der Sitzung aus. Auch der grüne Stiftungsrat Wilfried Embacher berichtete über "viel Kritik", die es wegen der Vorgangsweise rund um die letztendlich zurückgezogenen Personalbestellungen gab.

Grundsätzlich herrsche "heute insgesamt mehr Sensibilität als früher für Vorgänge, die einfach nicht mehr gehen", konstatierte Embacher und betonte, dass der Eindruck politischer Packelei im ORF "unbedingt vermieden werden" müsse. Für Wrabetz gelte es nun nach der gescheiterten Bestellung des ehemaligen SPÖ-"Freundeskreis"-Leiters Niko Pelinka zum Büroleiter, das Vertrauen der Zuseher und der Werbekunden zurückzugewinnen, so Medwenitsch.

Aufforderung zur Image-Politur
Diese Forderung fassten die Stiftungsräte in einem Beschluss zusammen, der mit Ausnahme von vier Betriebsräten mit breiter Mehrheit abgesegnet wurde. Dort heißt es: "Die öffentliche Diskussion der letzten Wochen hat dem Ansehen des ORF massiv geschadet. Der Generaldirektor wird aufgefordert, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um das Vertrauen in die Unabhängigkeit des ORF wiederherzustellen und das Image des Unternehmens wieder zu verbessern." Postenbesetzungen hätten künftig in fairen und transparenten Verfahren "unter strikter Einhaltung der bestehenden gesetzlichen und internen Regeln" stattzufinden. Die Prüfungskommission solle die Einhaltung dieser Regelungen gegebenenfalls überprüfen - Entscheidungskriterien für die Einstellung sollen Qualifikation und Eignung der Bewerber sein, hieß es.

Zwei Betriebsräte stimmten gegen den Beschluss, zwei weitere enthielten sich der Stimme. Als Grund nannte Zentralbetriebsratschef Gerhard Moser, dass es in dem Beschluss heißt, der Stiftungsrat weise pauschale Diffamierungen des Gremiums, von welcher Seite auch immer, entschieden zurück. Die Belegschaftsvertreter wollten diesen Absatz dahingehend ergänzt wissen, dass man "konstruktive Kritik an der Arbeit des Stiftungsrates gerne entgegen nimmt", was bei der Mehrheit der Stiftungsräte laut Moser aber keinen Anklang fand. "Konstruktive Kritik soll und muss möglich sein", so Moser.

Neue Corporate Governance-Regeln wurden am Freitag nicht beschlossen, die Arbeitsgruppe unter Franz Küberl solle aber den Kodex "unter Berücksichtigung der aktuellen Erfahrungen überarbeiten", hieß es. Die Mehrheit der Gremiumsmitglieder soll sich für eine "Cool off"-Phase für Stiftungsräte ausgesprochen haben.

Kommentare

Der Burli hat scheinbar einen Großmutterkomplex,aber er wird noch draufkommen, läst sich seine Jugend stehlen, sicher Erfahrung wird sie haben,kommt halt auf den Kilometerstand an !

Und wieder die Gewerkschaft. Ich sag\'s ja. Ich glaube nicht, dass man die Genehmigung einer \'konstruktiven Kritik\' erteilen muss. Sieht man mal wieder was man von den Heinis halten kann. NICHTS.
Und das ist der Grund, das die nicht zustimmen oder sich gar enthalten?

Ich würde sie alle entlassen (die Betriebsräte). Die braucht tatsächlich keiner. Im wahren leben geht’s nämlich auch nur darum, zig Tausend Euro pro Monat ein zu streifen. Und das mit NULL Können und Kenntnissen.

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Wrabetz Es bedarf also eines Stiftungsrates um dem GD eines öffentlich rechtlichen Rundfunks zu erklären, dass er sich gefälligst an bestehende gesetzliche und interne Regeln halten muß ? Der Mann gehört hochkant rausgeworfen und für den Schaden den er dem ORF zugefügt hat belangt. Ich frage mich aber auch welchen Background die Leute im Stiftungsrat haben um ihre Aufgaben auch wahrnehmen zu können, oder laufen dort nur Politheinis herum die vom Tuten und Blasen keine Ahnung haben ?

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Re: Wrabetz Sie fragen zu Recht! Denn es sind wirklich nur politische Nullen dort herum. Ein wirklicher Journalist oder ein Medienfachmann würde sich nie in diese Schlangengrube begeben. Aber leider ist dass durch das Gesetz gedeckt. Wer hat das Gesetz gemacht? Natürlich wiederum die Leute welche Einfluss im ORF haben wollen, die Politiker. Es sit wie wenn eine Katze versucht sich in den Schwanz zu beissen.

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