ORF: Es wird eng für Lindner

ORF: Es wird eng für Lindner

Widerstand gegen Lindners Wiederwahl: Erster Stiftungsrat der Regierung fordert Abwahl. Kommt Werner Mück zum Zug?

Dienstag war es wieder einmal so weit – eine Regierungspartei geht in Sachen ORF schäumend auf „Verrätersuche“: Diesmal schickte die ÖVP ihre „Spione“ aus. Denn der Küniglberg brennt lichterloh. Erstmals seit der Wende ging im Stiftungsrat, der am 17. August die Wiederwahl von Monika Lindner als Generaldirektorin durchwinken hätte sollen, die schwarz-orange Regierungsmehrheit flöten: 18 der 35 Stiftungsräte votierten für eine Sondersitzung des sonst so handzahmen Gremiums.

Eine magische Zahl – genau die Stimmenzahl, mit der Lindner gewählt oder verhindert werden kann. Derzeit stehen die Signale auf Crash. Denn die 18er-Mehrheit will Auskunft darüber, wie der öffentlich geäußerte Unmut von „ZiB 2“-Anchorman Armin Wolf, dass vom Gleichgewicht des Schreckens in der ORF-Politik nur der Schrecken geblieben sei, zu verstehen sei.

Sie wollen von Generaldirektorin Lindner, die sich seit Beginn der Debatte um den ORF nur zweimal via Presseaussendung zu Wort gemeldet hat, wissen, warum es möglich ist, dass die Plattform SOS-ORF.at schon 35.000 Unterstützer hat.

Und sie wollen wissen, warum sich Redaktion und Chefredakteur Werner Mück via offene Briefe bekriegen, während die Quoten der ORF-Information absacken.

Das Dramatische an dieser Sitzung am 13. Juni: „Sie könnte eskalieren, wenn Lindner wieder einmal so geschickt agiert wie beim öffentlichen Applaus für Schüssels Rede zur Lage der Nation“, meint ein Stiftungsrat.

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