Fakten von

ORF eins-Umbau
geht in erste Phase

Channelmanagerin Totzauer will "Zielschema" in mehreren Schritten umsetzen

Der Umbau von ORF eins ist nicht von heute auf morgen zu schaffen, Channelmanagerin Lisa Totzauer möchte "in Phasen" das "Zielschema" erreichen. Das Jahressendeschema für 2019 wird den Stiftungsräten Mitte des Monats übermittelt. In Phase eins gibt es etwa Änderungen im Vorabend - voraussichtlich ab Frühling 2019 - und neue Fiction-Produktionen wie "Walking on Sunshine" und "M." im Hauptabend.

Totzauer stellte für die Arbeit am neuen ORF eins ein paar "Regeln" auf, die unbedingt eingehalten werden müssten, erläuterte sie am Donnerstagabend in einem Hintergrundgespräch. "Verlässlichkeit" im Programm sei fürs Publikum ebenso wichtig wie für die Werbebranche. Und ORF eins soll künftig unterschiedliche "Tagesfarben" bieten. Beispiel: Der Mittwoch-Hauptabend wurde bereits als Informationstag positioniert; der Freitag soll "unterhaltsam ins Wochenende" führen. Erklärtes Ziel Totzauers ist es, "wochentags den Hauptabend österreichisch zu programmieren. Das nehmen wir Schritt für Schritt in Angriff."

ORF eins-Produktionen würden nun ausschließlich "klar für einen Sendeplatz und für den Kanal" beauftragt, auch bestehende Produkte werden "sehr intensiv analysiert, ob sie zu ORF eins passen". Viel Zeit widmen Totzauer und Programmplaner Roman Rinner dabei auch der Zielgruppenanalyse. Anstatt bloß auf die "junge" Zielgruppe zu fokussieren, bedient man sich der Sinus-Milieus, denn: "Die alleinige Differenzierung in Alt und Jung entspricht nicht den Lebensrealitäten", betont die Channelmanagerin. "Es gibt traditionelle konservative Menschen, die definitiv nicht 70 sind."