ORF-Chef von

Alexander Wrabetz:
"Immer wieder neue Fantasien"

ORF-Chef - Alexander Wrabetz:
"Immer wieder neue Fantasien" © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Derzeit wartet alles auf das Ergebnis der Regierungsverhandlungen. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat seine Vorstellungen bereits im Vorfeld deponiert

Im Moment bewegt sich im ORF wenig. Die Ausschreibung der Channel-Manager ist noch ausständig. Auch in Sachen Standort steht nur fest, dass nichts feststeht. Alles wartet auf Signale, was die künftige Regierung mit dem ORF vorhat.

Dass sie etwas vorhat, dürfte klar sein. Es wird darüber spekuliert, dass ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz abgelöst werden könnte. Dass der Stiftungsrat verkleinert und die Gebühren gesenkt werden sollen. FPÖ-Mediensprecher Herbert Kickl, selbst nicht Teil der einschlägigen Verhandlergruppe, sagte jüngst dem Parteiblatt "Neue Freie Zeitung", dass die Zeit reif sei "für ein neues Modell der Gebührenverteilung. Das könnte so aussehen, dass die bestehenden ORF-Gebühren abgeschafft und nur noch öffentlich-rechtliche Inhalte subventioniert werden, egal, welcher Sender diese dann ausstrahlt."

Zu Privatsenderchef Markus Breiteneckers Vorschlag, den Auftrag des Öffentlich-Rechtlichen neu zu regeln (siehe Interview ab Seite 22), will man im ORF nicht Stellung nehmen: "Letztlich sind es offensichtlich immer wieder neue Fantasien, wie man den ORF zerstören oder in seiner Wirkung minimieren könne. Das ist natürlich für einen Vermarkter deutscher Werbefenster ein legitimes Ziel, hat jedoch nichts mit seriösen medienpolitischen Vorstellungen zu tun."

»12 Thesen für den Medienstandort«

Wrabetz wünscht sich eine Stärkung des ORF in seiner jetzigen Form. Wie er sich das genau vorstellt, hat er im September unter dem Titel "12 Thesen für den Medienstandort" dargelegt. Darin formuliert er auch die Idee einer Vermarktungsallianz für digitale Werbung unter dem Motto "Marketplace Austria". Bezugnehmend auf Breiteneckers Vorstellungen heißt es aus dem ORF, dass man es "grundsätzlich begrüßt, dass dies offensichtlich auch von politischer Seite unterstützt wird".

In den "12 Thesen" schlägt Wrabetz außerdem, ähnlich wie Breitenecker, einen Schulterschluss der nationalen Medienhäuser vor -allerdings sieht er die Hauptbedrohung in der Dominanz deutscher kommerzieller Medienkonzerne im TV-Bereich. "Gemeinsames Ziel österreichischer Medienhäuser muss es sein, möglichst viel Werbegeld und Wertschöpfung zur Finanzierung und Produktion von Medieninhalten in Österreich zu halten", sagte er bei der Präsentation des Papiers.

Wrabetz fordert im Sinne einer neuen Einigkeit der heimischen Medien einen permanenten "Medien-Round-Table" unter Führung der RTR, in dessen Rahmen Empfehlungen für Politik und Marktteilnehmer verabschiedet werden sollen. Dazu kommt die Schaffung des erwähnten "Marketplace Austria". Nationale und internationale Kunden sollen Onlinewerbung dort in einem "gesicherten und glaubwürdigen Qualitätsumfeld" buchen können.

All das soll nach Wrabetz' Vorstellung mit einer grundsätzlichen Stärkung des ORF einhergehen. Im Bereich Neue Medien brauche der Öffentlich-Rechtliche mehr Bewegungsfreiheit, eine "digitale Entwicklungsgarantie". So soll der ORF auch für neue Plattformen wie mobile Endgeräte oder Apps speziell gestaltete Angebote seiner Inhalte bereitstellen dürfen.

Automatische Erhöhung

Punkto Finanzierung fordert Wrabetz eine "Weiterentwicklung", in deren Mittelpunkt "die staatsferne Festsetzung und Absicherung der dualen Finanzierung aus Programmentgelt und Werbeeinnahmen" steht. Heißt: Alles bleibt grundsätzlich, wie es ist. Mit dem Unterschied, dass die Gebühren regelmäßig automatisch erhöht werden sollen, um die laufenden Kostensteigerungen auszugleichen. Dadurch seien die Anpassungsschritte kleiner, und politische Diskussionen und Einflussmöglichkeiten könnten vermieden werden, argumentiert Wrabetz.

Kommentare

Worauf warten Sie noch?! Fangen Sie mit der Jobsuche an Herr Wrabetz!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wir wollen Sie und so eine ORF definitiv nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Fragen Sie beim Siemens, sie brauchen ständig antitalentierte, ahnungslose rote Verlierer, viel Glück und Tschüss!!!!!!!!

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