Oranje freuen sich auf Landsmann Hiddink:
Qualitäten auch in der Heimat wohlbekannt

Startrainer führte Heimatland 1998 ins WM-Halbfinale Fünf Oranje-Spieler hatten Hiddink als PSV-Coach

Oranje freuen sich auf Landsmann Hiddink:
Qualitäten auch in der Heimat wohlbekannt © Bild: Reuters/Rehle

1998 hatte er die niederländische Nationalmannschaft bis ins WM-Halbfinale geführt. Dort kam erst im Elfmeterschießen gegen Brasilien das Aus. Heute freut sich Oranje auf ein Wiedersehen mit seinem Ex-Teamchef Guus Hiddink. Der Erfolgstrainer fordert im Viertelfinale mit Russland den großen Favoriten. "Holland ist gewarnt", versicherte die Zeitung "De Telegraaf" nach der Galavorstellung der Russen beim 2:0 gegen Schweden.

Hiddinks Qualitäten sind auch in seiner Heimat wohl bekannt. Schon 1988 hatte er mit dem PSV Eindhoven das "Triple" gewonnen, von 2002 bis 2006 betreute der Startrainer den Club erneut. Aus dem aktuellen niederländischen Nationalteam hatten dabei unter anderem Arjen Robben, Jan Vennegoor of Hesselink, Wilfried Bouma und Andre Ooijer für ihn gespielt. Flügelspieler Ibrahim Afellay hatte Hiddink 2004 mit 17 Jahren zu den Profis geholt.

"Ein ganz besonderer Trainer"
"Er ist ein ganz besonderer Trainer", sagte Verteidiger Ooijer. "Er kann dir als Spieler sehr viel geben. Ich habe sein Vertrauen immer gespürt." Nach dem Abgang Hiddinks im Jahr 2006 hatte auch Ooijer die PSV verlassen und bei den Blackburn Rovers angeheuert. "Guus Hiddink ist sicher einer der ganz großen Trainer, für die ich in meiner Karriere gespielt habe", betonte der 33-Jährige, der in der bisher sattelfesten Oranje-Abwehr gesetzt ist.

Daher hatte Ooijer den Russen schon vor dem Turnier den Viertelfinal-Einzug zugetraut. "Wer Hiddink kennt, der weiß um seine Qualitäten. Das überrascht mich nicht." Der 61-jährige Niederländer hat das junge russische Team zu einem der offensivstärksten Europas geformt. "Hiddink hat aus einem schwergängigen Team eine geölte Maschine gemacht", urteilte das "Algemeen Dagblad".

"Fußballwelt jederzeit überraschen"
"Für Hiddink ist das bereits normal. Wenn er ein Team für ein Turnier übernimmt, dann kann der Erfolg nicht ausbleiben", ergänzte "De Volkskrant". "Hiddink ist mit jedem Team, das er trainiert, in der Lage, die Fußballwelt zu überraschen." Zuvor war es dem Startrainer bereits mit Südkorea (WM-Halbfinale 2002) und Australien gelungen. Mit den Aussies war Hiddink im WM-Achtelfinale 2006 nur wegen eines umstrittenen Elfmeters in der Nachspielzeit am späteren Weltmeister Italien gescheitert.

Die Niederlande hatte Hiddink 1996 ins EM-Viertelfinale und zwei Jahre später ins WM-Halbfinale geführt. Mit Kapitän Edwin van der Sar und Giovanni van Bronckhorst stehen bei der EURO 2008 noch zwei Spieler im Oranje-Kader, die Hiddink schon vor zehn Jahren nach Frankreich mitgenommen hatte. Sein Abgang von der "Elftal" zu Real Madrid hatte zwei Jahre vor der Heim-EM 2000 große Betroffenheit ausgelöst. Nachfolger Frank Rijkaard erreichte aber immerhin das Halbfinale. Das steht nun sowohl für Hiddink als auch für Marco van Basten auf dem Spiel.

(apa/red)

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