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Optioment - Staatsanwaltschaft Wien schaltete Interpol ein

Europaweite Suche nach Opfern und Tätern - LKA Wien mit Erhebungen beauftragt

Die Staatsanwaltschaft in Wien hat im Fall Optioment, bei dem es um einen möglichen Betrug mit der Internetwährung Bitcoin geht, Interpol eingeschaltet. So sollen mögliche weitere Opfer und auch Täter in Europa gefunden werden, sagte Staatsanwältin Christina Ratz am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Allein in Österreich hätten sich Hunderte Menschen über Optioment beschwert.

Laut "Presse" sind womöglich mehr als 10.000 Menschen betroffen. "Optioment" versprach Bitcoin-Anlegern einen Gewinn von vier Prozent pro Woche. Im November brach das System zusammen. Die Finanzaufsicht sprach von einem Schneeballsystem und zeigte die Plattform an. Laut Staatsanwältin Ratz werden zwei Österreicher beschuldigt. Es werde im Laufe der Ermittlungen aber möglicherweise mehr Verdächtige geben. Anwälte der österreichischen Beschuldigten erklärten, ihre Mandanten seien selber Opfer.

Aus dem Landeskriminalamt Wien hieß es am Donnerstag zur "Presse", dass erste Vernehmungen bereits stattgefunden haben. Die Polizei ist mit den Erhebungen beauftragt. Sie soll alle Anzeigen zusammentragen, die österreichweit gegen das Optioment-Netzwerk gemacht wurden. Es dürfte sich um einen der größten Kriminalfälle rund um Kryptowährungen bisher handeln. 12.000 Bitcoins sollen verschwunden sein, das sind nach aktuellem Kurs umgerechnet rund 80 Mio. Euro.

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