Optimismus beim LIF-Wahlkampffinale:
"Unglaublich positiv und energiegeladen"

LIF-Chefin Schmidt übt scharfe Kritik an den Grünen Haselsteiner: Bundessprecher-Verhalten "vorbildlich"

Optimismus beim LIF-Wahlkampffinale:
"Unglaublich positiv und energiegeladen" © Bild: APA/Jäger

In demonstrativem Optimismus haben sich die Liberalen bei ihrem Wahlkampffinale im Wiener Palmenhaus geübt. Spitzenkandidatin Schmidt sprach in ihrer Abschlussrede von einem "unglaublich positiven, energiegeladenen Wahlkampf". LIF-Finanzsprecher Hans-Peter Haselsteiner ist von der Wichtigkeit des LIF-Antritts "mehr überzeugt denn je".

Als Veranstaltungsort hatten die Liberalen das Wiener Palmenhaus gewählt, wo bereits ihr Wahlkampfauftakt stattfand. Der zurückgetretene Bundessprecher Alexander Zach befand sich ebenfalls unter den Gästen.

Die Ereignisse rund um Zach - er hatte nach Lobbying-Vorwürfen für EADS und nach Berichten über Parteienfinanzierung im Auftrag Haselsteiners in Ungarn seinen Hut genommen - konnten trotz der demonstrativen Zuversicht weder der STRABAG-Chef noch Schmidt in ihren Reden aussparen. So bedankte sich Haselsteiner bei dem ehemaligen Bundessprecher, dessen Verhalten er als "vorbildlich" bezeichnete. Die Wähler würden diesen Schritt, den er mit Klarheit gesetzt habe, akzeptieren und verstehen, sagte er.

Schmidt verwies in ihrer Ansprache darauf, dass Zach bereits 2005 - also vor dem Einzug in den Nationalrat - aus seiner PR-Agentur ausgeschieden sei und somit Privates von Politischem klar getrennt habe. Die Ereignisse im Wahlkampf hätten sie lediglich darin bestärkt, dass man "dieser Unfairness" etwas entgegenhalten müsse.

Scharfe Kritik übte die liberale Spitzenkandidatin an den Grünen. Deren Wahlkampfstrategie bezeichnete sie als rückwärtsgewandt, da man nicht bedacht habe, dass das LIF als dritte Kraft im Parlament über sieben Mandate verfügen würde und somit eine Dreier-Koalition inklusive Grünen ermöglichen würde. (apa/red)