Optimaler Anlagemix: Mit der richtigen Strategie steigen Gewinne & sinkt das Risiko

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Mit der richtigen Anlagestrategie steigen die Gewinne und sinkt das Risiko. FORMAT zeigt, wie man mit der Beimischung von Immobilien, Hedgefonds und Rohstoffen mehr verdient.

Die Geschichte klingt einfach, hat aber für Anleger einen zeitlosen Kern: Eine Bäuerin marschierte jeden Tag viele Kilometer zum Markt, um dort Gurken, Eier, Salat und Äpfel zu verkaufen. Nach ein paar Wochen erkannte die pfiffige Landwirtin, dass sie die beste Rendite mit den Eiern machte, und so entschloss sie sich, nur mehr Eier am Markt zu verkaufen. Diese seien leichter zu tragen und brächten zudem den größten Gewinn. Als sie mit den Eiern am Weg zum Markt war, stolperte sie plötzlich. Alle Eier waren kaputt - ein Totalverlust!

So wie die Bäuerin handeln auch viele Anleger. Das gesamte Vermögen investieren sie in nur einer Anlagekategorie wie zum Beispiel Aktien. Doch passiert etwas Unvorhergesehenes, etwa beim großen Börsencrash im Jahr 2000, sind die Verluste ruinös. Was fehlt, ist die richtige Mischung von verschiedenen Vermögensklassen, dass Risiko und Rendite optimal ausbalanciert sind.

Um Ihr Depot bestens zu rüsten, zeigt Ihnen FORMAT die Grundregeln der Portfolio-Optimierung nach Harry M. Markowitz, der 1990 für seine Theorie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Die Strategie bestimmt die Taktik
Schon der Philosoph Seneca meinte in der Antike, dass kein Wind ein guter ist, wenn man nicht weiß, in welchen Hafen man segeln will. Was für das Segeln gilt, ist auch für die Geldanlage von entscheidender Bedeutung. Zu oft treffen Investoren ihre Anlageentscheidung aus dem Bauch heraus, verlassen sich damit zu sehr auf die Glücksgöttin Fortuna und erleiden Schiffbruch. Harry M. Markowitz entlarvte schon vor rund einem halben Jahrhundert die typischen Schwächen der Investoren und formulierte die Grundthese der modernen Portfoliotheorie: "Ein gutes Portfolio ist mehr als eine lange Liste von Wertpapieren. Es ist eine ausbalancierte Einheit, die dem Investor gleichermaßen die Chance auf Gewinne und gleichzeitig die Absicherung bei einer Vielzahl von zukünftigen Entwicklungen bietet." Entscheidend für einen langfristigen Anlageerfolg ist also die Strategie. Christian Nemeth, Privatbanker bei Sal. Oppenheim: "Im Wesentlichen plädiert Markowitz dafür, das Depot mit verschiedenen Anlageklassen so zu mischen, dass man auch in schwachen Börsenphasen Geld in anderen Bausteinen wie Immobilien oder Hedgefonds verdient." Hätte man seit 1999 sein gesamtes Geld in den Weltaktienindex MSCI World oder in österreichische Staatsanleihen investiert, wäre der Ertrag deutlich geringer ausgefallen als bei einem Depot, das zu je einem Fünftel aus Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen und Hedgefonds bestanden hätte. Das gut gemischte Portfolio zeigt außerdem, dass die Kursschwankungen deutlich geringer ausfallen als bei einem reinen Aktien- oder Rohstoffportfolio.

Die Risikoneigung ist entscheidend
Um die individuell richtige Strategie zu finden, muss man definieren, welche mittel- und langfristigen Ziele man erreichen will. Ronald Zilavec, Anlageexperte des Bankhauses Spängler: "Dabei muss man natürlich auch festlegen, welches Risiko der Anleger bereit ist dafür einzugehen." Die Strategie ist eine Art Gebrauchsanweisung für zielgerichtetes Handeln, deshalb sollte man sich auch Zeit nehmen, diese richtig zu planen. Spängler-Private-Banker Zilavec: "Studien zeigen, dass der Anlageerfolg mehr davon abhängt, welche Basisstrategie man verfolgt, als davon, welche Einzeltitel man ins Depot packt."

Dabei kommt der so genannten Asset Allocation eine besondere Bedeutung zu. Christian Nemeth, Chefinvestor des Nobelbankhauses Oppenheim: "Die richtige Aufteilung der Anlagesumme auf die Anlageklassen Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Alternative Investments ist für die Performance die wichtigste Entscheidung." Diejenigen Anleger, die hohe Renditen erwirtschaften wollen, entscheiden sich, in ihrem Portfolio Aktien, Rohstoffe und Hedgefonds überzugewichten. Jene Anleger, die Wert auf Sicherheit legen, packen mehr Anleihen und Immobilien ins Depot.

Schwankungsbreite verringern
Ein zentrales Gebot für erfolgreiche Anleger ist, Klumpenrisiken zu vermeiden. Das bedeutet, dass man unter Einsatz verschiedener Anlageinstrumente die Marktbewegungen in einzelnen Segmenten auszugleichen versucht. Man sollte also nicht nur Eier, sprich: Aktien, in einen Korb legen, sondern auch Investments, die noch steigen können, wenn die Börsen fallen. Die Experten beschreiben das statistische Chance-Risiko-Verhältnis der einzelnen Anlageklassen mit der so genannten Korrelation. Zum Beispiel zeigt sich, dass der MSCI World Index zum API-Anleihen-Index und dem Superfund-Quadriga-AG-Hedgefonds sogar entgegengesetzt korreliert. Daraus lässt sich ableiten, dass in den Jahren 1998 bis 2006 selbst bei einem Aktiencrash mit Anleihen und Hedgefonds in den meisten Fällen noch Geld verdient werden konnte. Auch der FTSE-Epra/Nareit-Index europäischer Immobilienaktien verläuft unabhängig vom österreichischen Rentenindex API.

Mit der Kombination verschiedener Anlageklassen lässt auch die Schwankungsbreite des Gesamtdepots deutlich verringert. Monika Jung, Private-Bankerin bei der Raiffeisen Centrobank: "Unvorhergesehene Ereignisse am Börseparkett wirken sich dann nur in abgemilderter Form auf das investierte Vermögen aus."

Die ganze Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT!