Oppositionskandidat zu Wahl in Nigeria zugelassen: Atiku Abubakar darf antreten!

Nach Entscheidung des Verfassungsgerichts Gilt als aussichtsreichster Oppositions-Anwärter

Oppositionskandidat zu Wahl in Nigeria zugelassen: Atiku Abubakar darf antreten!

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in Nigeria hat die Wahlkommission den ausgeschlossenen Favoriten der Opposition, Atiku Abubakar, nun doch wieder zugelassen. Die Wahlkommission reagierte mit ihrer Entscheidung auf ein Urteil des Obersten Gerichts, wonach der mit Korruptionsvorwürfen begründete Ausschluss nicht rechtens gewesen sei.

Vizepräsident Abubakar gilt als aussichtsreichster Kandidat der Opposition. Nach Angaben der Kommission muss nun bis zur Wahl am Samstag sichergestellt werden, dass Abubakars Name auf allen Listen eingefügt wird. Mit entsprechenden Vorbereitungen sei begonnen worden.

Abubakar hat sich im vergangenen Jahr mit Präsident Olusegun Obasanjo überworfen, weil er gegen eine Verfassungsänderung eintrat, die dem Staatschef eine dritte Amtszeit ermöglicht hätte. Er wechselte von der regierenden Demokratischen Volkspartei (PDP) zur Oppositionspartei Action Congress (AC). Die Wahlkommission versagte ihm jedoch zunächst die Zulassung und begründete dies mit dem Vorwurf, öffentliche Mittel in Höhe von 140 Millionen Dollar (103,3 Mio. Euro) veruntreut zu haben. Als Favorit im Rennen um Obasanjos Nachfolge gilt der PDP-Kandidat und Gouverneur des Bundesstaates Katsina, Umaru Yar'Adua. In seinem Bundesstaat gilt die islamische Rechtsprechung Sharia.

In Nigeria gingen unterdessen die gewalttätigen Ausschreitungen weiter, die nach den Gouverneurswahlen am vergangenen Samstag begonnen hatten. In vielen Bundesstaaten verhängten die Gouverneure Ausgangssperren. Während und nach der Gouverneurswahl waren nach Medienberichten über 50 Menschen getötet worden.

(APA/red)