Opposition greift an: Putin wird wegen
Rufmords auf eine Million Rubel verklagt

Regierungschef warf Oppositionellen Diebstahl vor Nemzow: "Das ist eine Lüge und üble Nachrede"

Opposition greift an: Putin wird wegen
Rufmords auf eine Million Rubel verklagt © Bild: APA/EPA/Druzhinyn

Russische Oppositionelle haben Regierungschef Wladimir Putin wegen Rufmords auf eine Million Rubel (etwa 25.000 Euro) Schmerzensgeld verklagt. Der Ex-Kremlchef habe ihnen im Fernsehen vorgeworfen, sie hätten gemeinsam mit dem im Exil lebenden Oligarchen Boris Beresowski Russland Milliarden Rubel gestohlen. Das sagte der frühere Vize- Regierungschef Boris Nemzow.

"Das ist eine Lüge und üble Nachrede." Zudem forderte er eine Entschuldigung. Putins Sprecher Dmitri Peskow wollte sich zu der Klage nicht äußern. Oppositionspolitiker wie Nemzow seien nur auf Macht und Geld aus, hatte Putin in der TV-Show am 16. Dezember gesagt. "Sie haben alles ausgegeben und jetzt möchten sie zurückkehren und in die eigene Tasche wirtschaften."

Weiter führte der frühere KGB-Offizier aus: "Ich denke, wenn wir das zulassen, werden sie sich nicht auf ein paar Milliarden konzentrieren. Sie werden ganz Russland ausverkaufen." Die Beschuldigten hatten erwidert, das korrupte System Putins mit autoritären Strukturen richte Russland zugrunde.

(apa/red)