"Opferbereitschaft": Irans Ahmadinejad beschwört "Kultur des Märtyrertums"

Iran betreibt 3.000 Uran-Anreicherungszentrifugen Forderung nach Einstellung erneut zurückgewiesen

Nach Ansicht des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad benötigt sein Land mehr denn je die "Kultur des Märtyrertums, der Opferbereitschaft und der Wertschätzung der Märtyrer, der Kriegsveteranen und -Invaliden". Dies wäre die Garantie für eine lichte Zukunft und ein blühendes Leben der iranischen Nation, erklärte Ahmadinejad bei einer Rede in der ostiranischen Stadt Birjand.

Die iranische Nation und Bevölkerung seien in ihrer ganzen Geschichte in der Schuld von Märtyrern und Kriegsveteranen gestanden. Der Iran bilde heute ein Modell für alle anderen Nationen, dank seiner Opferbereitschaft und der Verehrung der Märtyrer.

Bei seiner Rede in Birjand hatte Ahmadinejad erklärt, dass der Iran 3.000 Uran-Anreicherungszentrifugen in Natanz in Betrieb genommen habe. Nach Einschätzung von US-Experten reicht dies aus, um innerhalb eines Jahres eine Atombombe herstellen zu können.

Ahmadinejad wies in scharfen Worten die Forderung nach einem Stopp der Urananreicherung zurück. US-Präsident George W. Bush hatte mit Blick auf das iranische Atomprogramm vor der Gefahr eines Dritten Weltkriegs gewarnt.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Mohammad Ali Hosseini wies unterdessen in einem Interview mit der in London erscheinenden arabischen Zeitung "Al-Sharq al-Awsat" Vermutungen zurück, dass es in der iranischen Führung Unstimmigkeiten über das Atomprogramm gebe.

Angesprochen auf einen möglichen Militärschlag gegen den Iran meinte Hosseini: "Die iranischen Streitkräfte sind voll und ganz darauf vorbereitet, auf jeglichen bewaffneten Angriff zu reagieren." Man habe ein minuziöses Programm für die bestmögliche Verteidigung des Landes ausgearbeitet.

(apa/red)