Opernhaus Rom von

Attila überzeugt

Geschichte von Giuseppe Verdi in starken, eindrucksvollen Bildern erzählt

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    Attila im Opernhaus Rom

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    Attila im Opernhaus Rom

Das Ereignis fand im Graben statt: Riccardo Muti ist seit einem Jahr der Chef in Rom, und wohin er das dortige Opernorchester gebracht hat, ist erstaunlich. Präzise, straff, furios bringt er die Partitur auch in den dunkelsten Farben zum Leuchten.

Gesungen wird ausgezeichnet vor allem von Tatiana Serjan (Odabella). Sie war bereits Mutis Lady Macbeth bei den Salzburger Festspielen und in Rom. Und das war atemberaubend. Ihre Odabella steht dem um nichts nach. Ihr schön gefärbter Mezzo-Sopran verfügt über atemberaubende Höhen. Ildar Abdrazakov ist ein aussdrucksstarker Attila. Der Sizilianer Nicola Alaimo überzeugt als Ezio. Giuseppe Gipali ist kein Brüller, und das ist gut so. Er zeichnet den Foresto mit seinem fein ziselierten Tenor. Regisseur Pier Luigi Pizzi deutet nicht, versetzt das Geschehen weder in den Irakkrieg oder nach Syrien, lässt keine Panzer auffahren. Er erzählt die Geschichte in starken, eindrucksvollen Bildern. Und das tut dem Werk und der maßgeblichen Interpretation gut.