Opernball von

So läuft der Ball heuer ab

Zahlen und Fakten zur wohl glamouröstesten Veranstaltung des Jahres

Opernball - So läuft der Ball heuer ab © Bild: APA/Hochmuth

Die Vorbereitungen für den 56. Wiener Opernball laufen bereits auf Hochtouren. Und nächsten Donnerstag ist es dann wieder soweit: Der glamouröseste Event des Jahres findet wieder einmal statt. Insgesamt werden 5.150 Besucher erwartet, seit Herbst ist der Ball schon ausverkauft. Und auch für Speis und Trank ist in der Ballnacht reichlich gesorgt. Unter anderem werden 1.800 Paar Würstel warm gemacht und 800 Flaschen Sekt und Champagner eingekühlt.

Die Ballorganisation hat heuer zum fünften Mal Desiree Treichl-Stürgkh inne. Als legendäre "Ballmutter" ging Lotte Tobisch in die Geschichte der Traditionsveranstaltung ein. 15 Jahre lang hatte sie für das Gelingen des Events gesorgt - zuletzt 1996. Der allererste Opernball wurde von Christl Gräfin Schönfeldt organisiert.

Der Ablauf
Einlass am Ballabend ist ab 20.40 Uhr. Die rund 40-minütige Eröffnung startet um 22.00 Uhr. Getanzt werden kann bis 5.00 Uhr früh. Die Generalprobe findet am Mittwoch, am Tag vor dem Opernball, statt. Sie beginnt um 17.30 Uhr.

Die Eröffnung
Das Jungdamen- und Jungherrenkomitee, das den Ball eröffnet, besteht aus 144 Paaren, 16 Paare stehen als Reserve bereit. Heuer kommen die Debütanten aus neun verschiedenen Ländern - neben Österreich auch aus Deutschland, Schweiz, Italien, den Niederlanden, Japan, den USA, Russland und Südkorea. Die Choreographie stammt von der niederösterreichischen Tanzschule "Isi-Dance".

Die Debütanten
Wer den Opernball eröffnen will, muss mindestens 17 und darf maximal 24 Jahre alt sein, sowie sehr gute Linkswalzerkenntnisse vorweisen können. Als Debütant bei der Opernball-Eröffnung darf man nur einmal im Leben mitwirken.

Die Kosten
Der Besuch des Opernballs ist nicht billig: Eine Eintrittskarte kostet 250 Euro, Logen gibt es ab 9.000 Euro. Am teuersten sind die Proszeniumlogen im Parterre, für die 36.000 Euro verlangt werden. Vergleichsweise dazu sind die Tickets für die Generalprobe ein Schnäppchen. Stehplatzkarten kosten 15 Euro, Sitzplatzkarten zwischen 20 und 45 Euro. Restkarten für die Generalprobe sind in der Kassenhalle der Bundestheater in der Operngasse erhältlich.

Die Gäste
Heuer werden 5.150 Gäste den Opernball besuchen, darunter Politiker, Wirtschaftsbosse, Stars und Adabeis. Die Veranstaltung steht unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Heinz Fischer. Für die Besucher gilt ein strikter Dresscode: Frack für die Männer und langes, großes Abendkleid für die Frauen. Zutritt zur Veranstaltung gibt es nur, wenn die Kleidervorschrift eingehalten wird.

Die Verpflegung
Die kulinarische Verpflegung der Ballgäste übernimmt heuer wieder die Firma Gerstner. 2011 verspeisten die Balltiger unter anderem 215 Austern und 1.150 Sandwiches. Zudem wurden im Vorjahr u.a. 1.500 Gläser Sekt, 330 Flaschen Champagner, 1.330 Flaschen Bier und 2.000 Flaschen Mineralwasser getrunken.

Die Blumen
Für die Traditionsveranstaltung wird die Staatsoper mit 50.000 Blumen aufwendig dekoriert. Heuer werden Alstromerien das Opernhaus zieren. 165 Blumenarrangements sind für die Logen vorgesehen, 480 Blumengestecke für die Tische, 160 Sträußchen für die Debütantinnen.

Die Umbauarbeiten
Der Umbau des Zuschauerraumes der Oper in einen riesigen Festsaal erfolgt innerhalb von 30 Stunden. Zu Spitzenzeiten sind bis zu 400 Arbeiter und Hilfskräfte im Einsatz. Der Rückbau der Räumlichkeiten erfolgt schneller, er dauert 21 Stunden. Dabei gibt es eine Unterbrechung: Am Tag nach dem Ball gibt es zwei Vorstellungen der "Zauberflöte für Kinder". Für den An- und Abtransport der Bühnenlogencontainer, der Parkettböden und diverser Verkleidungselemente vom bzw. zum Depot im niederösterreichischen Petronell sind jeweils rund 100 Tiefladertransporte notwendig.

Die Einnahmen
Die Wiener Staatsoper lukriert durch den Opernball Einnahmen in Höhe von 3,4 Millionen Euro. Demgegenüber stehen Gesamtausgaben in Höhe von 2,3 Millionen Euro.