Ball der Bälle von

So prunkvoll war der Opernball 2015

Lugner brachte Canalis inklusive Busenblitzer - Campbell als Überraschungsgast

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    Opernball 2015: Das Balltreiben

    Desiree Treichl-Stürgkh und Modedesigner Harald Glööckler hatten riesigen Spaß in der Loge

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    Opernball 2015: Das Balltreiben

    Haben sich auf Anhieb verstanden: Desiree Treichl-Stürgkh, Harald Glööckler

Ruhig, gediegen und pompös ist Donnerstagabend der 59. Wiener Opernball eröffnet worden. 5.150 Besucher in einem ausverkauften Haus erfreuten sich über die glänzende Eröffnung in funkelnden Weiß und Silber. Baumeister Richard Lugner brachte George Clooneys Ex, Elisabetta Canalis, als Ehrengast in das Haus am Ring. Überraschungsgast war Model Naomi Campbell.

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Ball-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh, gekleidet in einer schwarzen Spitzen-Ballrobe von Designerin Susanne Bisovsky, und Hausherr Dominique Meyer begrüßten die Gäste, darunter vor allem internationale Intendanten wie Eva Wagner-Pasquier (Bayreuther Festspiele), Thierry Fouquet (Direktor Opera National de Bordeaux) sowie Serge Dorny (Opera de Lyon). Auch Österreichs Staatsoberhaupt Heinz Fischer, der von Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) begleitet wurde, besuchte das Event. "Die Eröffnung ist jedes Mal ein Erlebnis", es seien "sehr, sehr gute Leute an der Arbeit". Ehefrau Margit Fischer musste sich wegen einer überstandenen Blinddarm-Operation sowie einer starken Verkühlung entschuldigen, "aber lasse sie grüßen", so Heinz Fischer. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) war ebenfalls verhindert, dafür erschien Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) brachte Schriftsteller Albert Ostermaier als Gast mit.

Canalis ließ Lugner sitzen

Skandalfrei war in diesem Jahr der Stargast von Baumeister Lugner. Das italienische Model Canalis, die sich für eine knallrote Vivienne Westwood-Robe entschied, blieb zwar dem vorbereiteten Dinner fern, glänzte dann aber bei ihrem Auftritt in der Loge von Lugner, in Begleitung von Ehefrau Cathy alias "Spatzi". Den Gang über den Roten Teppich ersparte sich Lugner heuer, er huschte über einen Seiteneingang in die Oper.

Das Video zu den skurrilen Veranstaltungen

© Video: NEWS.AT

Elisabettas Busenblitzer

Unverhofft kommt oft: Lugners Opernball-Begleitung Elisabetta Canalis sorgte für den einzigen Skandal des Abends - sofern heutzutage ein "Nipplegate" noch einen Skandal darstellt. So schnell konnte das italienische Model gar nicht schauen, hatte Mörtel sie bereits um die eigene Achse gedreht, und dabei - natürlich versehentlich - ihren Busen aus der roten Robe befreit. Ganz Gentleman wies er seine Tanzpartnerin mit ausgestrecktem Zeigefinger auf den nackten Fauxpas hin, woraufhin diese ohne weiteres Traraaa die wohlgeformte Rundung wieder im Kleid verschwinden ließ.

Bizarrer Helmut Berger

Bizarrer gestaltete sich der Auftritt von Skandalschauspieler Helmut Berger. Er ließ sich aufgrund eines Knöchelbruchs in die Oper tragen, die blanken Zehennägel seines verletzten Beines waren tiefrot lackiert. Begleitet wurde er von Unternehmerpaar Arnold und Oskar Wess, besser bekannt als "Botox-Boys". Sie trugen zum Frack Sonnenbrillen. Christina Lugner, die nach Jahren an der Seite von Richard Lugner heuer in Begleitung des Unternehmerpaars Wess kam, meinte: "Es ist einmal etwas Anderes, jung, fit und faltenfrei."

Harald Glööckler kam doch

Auch der frisch angetraute Ehemann des Berliner Designers Harald Glööckler, Dieter Schroth, ließ sich trotz starker Schmerzen im Knie nicht davon abhalten, den Ball zu besuchen. Glööckler erschien bei seiner in weißem Fake-Pelz über den Frack und trug dieses Mal eine Venezianische Maske. Bei seinem letzten Besuch 2013 war sein Gesicht mit glänzenden Steinen verziert. "Seitdem ich kein Botox mehr nehme, habe ich wieder eine Mimik. Botox ist komplett out", strahlte Glööckler.

Überraschungsgast Naomi Campbell

Als Überraschungsgast entpuppte sich Model Naomi Campbell, die passend zum Thema ganz in Weiß erschien. Sie war auf Einladung der Ehefrau von Waffenhersteller Gaston Glock, Kathrin, zum Ball bekommen. Unter den Gästen wurden auch die Schauspielerinnen Christiane Hörbiger und Sunnyi Melles, Sänger Andreas Gabalier und sein Bruder Willi, Mariella Ahrens, Life Ball-Organisator Gery Keszler, Birgit Sarata, Harald Serafin sowie Marika Lichter gesichtet. Model und Jungschauspielerin Larissa Marolt feierte ihr Debüt am Donnerstag: "Es ist mein erster Opernball, natürlich bin ich sehr aufgeregt", und hoffte auf ein Tänzchen mit ihrem Begleiter, Filmemacher Whitney Sudler-Smith.

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Nach dem Einzug des Jungherren- und Jungdamenkomitees - darunter auch die amtierende Miss Austria Julia Furdea - zur Fächer-Polonaise von Carl Michael Ziehrer standen jedoch die Künstler der Oper im Mittelpunkt. Mit Aida Garifullina ("Je Veux Vivre" aus "Romeo et Juliette" von Charles Gounod) sowie Olga Bezsmertna ("Dove Sono" aus "Le nozze di Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart) gaben zwei Sängerinnen des Ensembles ihr Debüt bei der Eröffnung. Als internationaler Gaststar wurde Carlos Alvarez gewonnen, der "Fin Ch'han Dal Vino", besser bekannt als "Champagner-Arie", aus "Don Giovanni" von Wolfgang Amadeus Mozart sang.

Opernball
© APA/HERBERT NEUBAUER

Die Ballettcompagnie der Staatsoper interpretierte in funkelndem Weiß-Silber den "Kaiserwalzer" von Johann Strauß Sohn. Eine der Solotänzerin, Ketevan Papava, verwandelte sich dafür in Kaiserin Elisabeth, kurz Sisi. Auch der Nachwuchs bekam ein bisschen Scheinwerferlicht ab: Die Eleven gaben den "Barrel Organ Waltz" aus der "Gadfly Suite" von Dmitri Dimitrijewitsch Schostakowitsch zum Besten - inklusive akrobatischer Einlagen an einer Stange. "Aus ist es mit der Liebe" aus der "Csardasfürstin" von Emmerich Kalman brachte dann wieder das Wiener Staatsballett auf das Parkett. Mit der Polka "Wo man lacht und lebt" von Eduard Strauß und dem Walzer "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß Sohn schlossen dann die Debütanten ab. Mit dem traditionellen Ruf "Alles Walzer" wurde die Tanzfläche für die Gäste freigegeben.

Kommentare

Einer der letzten Bälle, auf dem sich Österreichs Elite Menschen, die Reichen, die Schönen, die Klugen, die Vornehmen etc, treffen, tummeln und punkten können. Sie sehen und werden gesehen. Reichtum kann präsentiert werden. In den Medien sind sie tags drauf und länger noch immer präsent. Lassen wir sie doch. Sie zahlen dafür.

christian95 melden

Wie tief muss diese einst so stolze Veranstaltung und kulturelles Aushängeschild Österreichs noch sinken?

christian95 melden

Es wird nicht mehr lange dauern bis Gutmenschen eine eigene Loge für Kulturbereicherer bekommen damit diese Leute in der Gesellschaft integriert werden.... Die Rechnung bekommt wie immer dann der Steuerzahler....

Dieses Jahr keine Gegendemonstrationen. Offenbar haben die scharfen Polizeihunde beim Akademikerball den bidungsfernen Neidern ordentlich zugesetzt mit kräftigen Bissen.

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