Exklusive Party von

Opernball 2014: Das Balltreiben

Große Kunst, Zicken und Schlägereien - am diesjährigen Ball war alles dabei

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    Der Wiener Opernball: Das Balltreiben

    Ballgäste während des Opernballs

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    Der Wiener Opernball: Das Balltreiben

    Gery KESZLER, Desiree TREICHL STÜRGKH

Es war ein Opernball der Extreme: Während Staatsoperndirektor Dominique Meyer die Künstler seines Hauses in den Mittelpunkt rückte und sogar auf ernste Opern-Arien statt auf leichtfüßige Wiener Lieder und Operettenmelodien setzte, ging es auf einigen Nebenschauplätzen weniger hochkulturell zu. It-Girl Kim Kardashian marterte Gastgeber Richard Lugner, vor seiner Loge gab es sogar eine Schlägerei.

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Nach dem Einzug der Debütanten zur Fächerpolonaise von Carl Michael Zierer - die Damen mit violetten Sträußchen - gab Margarita Gritskova in einer temperamentvollen Darbietung von Gioachino Rossinis "Di Tanti Palpiti" aus "Tancredi" zum Besten. Danach folgte Anita Hartig mit ihrer gefühlvollen Interpretation von "Depuis Le Jour" aus Gustave Charpentiers "Louise". Michael Schade präsentierte "Pourquoi Me Reveiller" aus Jules Massenets "Werther". Auf die Auswahl anspruchsvoller und teils sehr ernster Arien hatte vor allem Direktor Meyer bestanden. "Wir spielen nur einmal im Jahr Operette und zwar die Fledermaus", erklärte er. Er wolle die Oper und die Künstler als echte Gastgeber, nicht nur als netten Veranstaltungsort positionieren.

Fulminante Choreographie

Renato Zanellas Ballett präsentierte eine fulminante Schwarz-weiß-Choreografie zu "Danse Diabolique" von Josef Hellmesberger dem Jüngeren. Die Wiener Philharmoniker unter der Führung von Marc Minkowski waren nur mit einem Teil des Orchesters vertreten - der andere war bei der Wiener Woche in New York. Sie spielten die Ouvertüre von La Gazza Ladra von Gioachino Rossini. Nach der Eröffnung schwärmten Stargäste, Prominente und Politiker aus - obwohl noch einige tanzten, wurde die meiste Zeit mit Smalltalk in den Gängen verbracht.

Gekommen waren sie, um Gäste zu begrüßen, Leute zu treffen oder - nach getaner Händeschüttelarbeit - doch das Tanzbein zu schwingen. Trotzdem schwebte das Thema Hypo-Krise über den Logen der Politiker. Bundespräsident Heinz Fischer, in dessen Loge reges Kommen und Gehen herrschte, betonte, die Hypo-Krise zwar "sehr ernst zu nehmen", aber "zwei Stunden darf man auf einem Ball auch mal an etwas anderes denken."

Annan: Muss man gesehen haben

Besonders freute ihn die Begeisterung seines Gastes, des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan. "Er hat noch einmal gesagt: 'Das muss man einmal im Leben gesehen haben'", erzählte Fischer. Eine Verkühlung und ein Vortrag morgen trieben Kofi Annan und seine Gattin Nane aber schon vor Mitternacht nach Hause. Fischer selbst hat den Ball noch nie vor halb eins verlassen, es aber auch noch nie auf die Tanzfläche geschafft - obwohl es bereits sein neunter Ball ist.

"Ich rede heute nicht über die Hypo", betonte Vizekanzler und Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP). Denn "Gott sei Dank" gebe es auch noch andere Dinge im Leben als die Arbeit. Ganz ausblenden könne er das Thema zwar nicht - auch weil er immer wieder darauf angesprochen werde -, den Ball genießen werde er aber trotzdem. Ähnlich sah das Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ): Das Fehlen der meisten Minister wollte er ebenso wenig als Signal sehen wie zu viel über die Hypo nachdenken. "Ich habe die Eröffnung sehr genossen, auch wenn ich wirtschaftliche Fragen nicht wegschalten kann."

Die Finanzen der Oper belasteten die Feierlichkeiten ebenfalls nicht. Der frisch gebackene Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) sieht den Ball jetzt nicht mit anderen Augen, Kanzler Faymann betonte, dass "Kunst und Kultur weiterhin hohe Förderungen erhalten werden, auch wenn alle mit weniger auskommen müssen".

Kommentare

Diese "feinen" Herren hätten das Geld, das sie da zum Fenster hinausgeworfen haben um ihrer Eitelkeit zu frönen für das Hypo Alpe Adria-Loch spendieren können..... aber wer erwartet schon etwas Sinnvolles von diesen ........

nur zur info an die Redaktion: Die "Begleitung" von Uwe Kröger ist Pia Douwes… eine der bekanntesten Musical Sängerinnen insbesondere der wiener Bühnen…

Da sieht man wie Gewissenlos unsere Politiker zur Sache gehen diese sind erst zufrieden wenn Sie alles zerstört haben!!Viel fehlt ja nicht mehr!!Wir bezahlen und dieses Korrupte Gesindel Tanzt und lassen den Champagne fließen!!

christian95 melden

Das Volk wird mit immer höheren Steuern ausgepresst aber diese abgehobenen Bonzen feiern auf Staatskosten!!!

christian95 melden

Oder glaubt jemand Faymann & Co haben sich das selber bezahlt?

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