Operball 2013 von

Filmdiven lassen Oper strahlen

Zahlreiche Topstars erwartet. Aufbauarbeiten laufen bereits auf Hochtouren.

Hilary Swank am roten Teppich in Cannes © Bild: APA/EPA/Guillaume Horcajuelo

Die zweifache Oscarpreisträgerin Hilary Swank, die einfache Oscarpreisträgerin Mira Sorvino und die italienische Filmdiva Gina Lollobrigida - gleich drei weibliche Stars werden dem Opernball am Donnerstag zusätzlichen Glanz verleihen. Die Vorbereitungen auf das Spektakel befinden sich bereits in ihrer heißen Phase. Rund 500 Arbeiter verwandeln die Wiener Staatsoper in den wahrscheinlich schönsten Ballsaal der Welt.

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"Wir liegen super in der Zeit. Wir sind nun wirklich gut eingespielt, es läuft wie auf Schiene", sagte Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh gegenüber der APA. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass die Gästeliste noch um einen prominenten Namen ergänzt werden könnte. "Überraschungen kann es immer geben, aber die verrate ich natürlich nicht", meinte die Organisatorin.

Sorvino ist brav, Lollobrigida macht Zicken

Doch auch ohne weiteren Gast ist der Ball heuer gut besetzt. Auf Einladung der Investment-Firma Salus Alpha kommt die zweifache Oscar-Gewinnerin Hilary Swank zu dem Fest, Richard Lugner bringt mit der einfachen Oscar-Gewinnerin Mira Sorvino und der Filmdiva Gina Lollobrigida gleich zwei Schauspielerinnen. Während Sorvino am Dienstag bereits pflegeleicht im Flieger saß, machte die italienische Filmdiva ein wenig Zicken. Nachdem sie bereits am Mittwoch bei der Pressekonferenz und der Autogrammstunde fehlen wird, kann der Baumeister nun auch am Donnerstag alleine mit Sorvino zum Restaurant "Luigi" in Gloggnitz fliegen. "Die Loren - äh die Lollobrigida kommt erst am Donnerstagnachmittag nach Wien", meinte der Baumeister gegenüber der APA.

Oscar hin oder her - den wohl pompösesten Auftritt wird der deutsche Designer Harald Glööckler haben. Glööckler plant eine "Hommage an Kaiserin Sisi". "Wir reisen in einer kaiserlichen Kutsche an, die von sechs prachtvollen Pferden gezogen und von sechs Lakaien in Rokoko-Kostümen sowie zehn Bodyguards begleitet wird“, kündigte der Designer an. Nicht weniger prunkvoll ist die Entourage des Paradisvogels: Glööckler wird von Xenia "Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen", seinem Lebensgefährten Dieter Schroth, seiner Freundin Rita Schmidt, "Seiner Königlichen Hoheit" Michael "Prinz von Preußen", "Ihrer Königlichen Hoheit" Brigitta "Prinzessin von Preußen" sowie "Ihrer Hoheit die Fürstin von Urach/Gräfin von Württemberg" begleitet.

Zahlreiche Promis werden erwartet

Angekündigt wurde auch der Besuch des Schauspielers Maximilian Schell, des Ex-Tennisspielers Thomas Muster, von TV-Koch Johann Lafer und des deutschen Models Franziska Knuppe. Unter den Debütanten gibt es ebenfalls prominente Namen: Ihre Opernball-Premiere geben heuer Jennifer Lafer, Tochter von Starkoch Johann Lafer, Milliardärssohn Gianni Stumpf-Schalko und SCS-Erbe Johannes Dujsik.

Das offizielle Österreich macht sich auf dem Ball heuer hingegen eher rar. So muss das Fest etwa Bundeskanzler Werner Faymann entbehren, der bei einem EU-Gipfel in Brüssel das künftige Budget der Union zu beraten hat. Staatsoberhaupt Heinz Fischer lässt sich das Spektakel dafür ebenso wenig entgehen wie Vizekanzler Michael Spindelegger. Er begrüßt in seiner Loge zudem den slowakischen Außenminister Miroslva Lajcak. Im Wahljahr bleiben offenbar selbst eingefleischte Walzer-Fans dem Ball fern. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache lässt ebenso aus wie BZÖ-Obmann Josef Bucher. Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig wird man ebenfalls nicht zu sehen bekommen.

Einige Neuerungen am Opernball

Die Gäste erwarten erneut ein paar behutsame Neuerungen, mit denen die Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh das Fest wieder ein bisschen hipper machen will. In der ehemaligen Parkettgarderobe wird eine Crystalbar eingerichtet, der Gastronomiebereich auf der Seitenbühne wurde neu gestaltet und um Wartezeiten zu vermeiden, wurde ein zusätzliches Garderobenzelt am Vorplatz in der Operngasse eingerichtet. Auch der Ablauf des Fests hat sich verändert. Anstatt der Mitternachtseinlage gibt es aufgrund der hohen Beliebtheit eine dritte Publikumsquadrille.

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