Operation Tschad: Zurück im Sarg?

Affäre Khiam: Der Tod des österreichischen Soldaten ist nicht restlos geklärt.

Operation Tschad: Zurück im Sarg?

Das österreichische Heer bereitet sich auf den heiklen Einsatz in Afrika vor. Doch das Risiko der ,Flag Mission‘ ist denkbar hoch.

Am 8. August 2006 landet eine Maschine vom Typ Hercules am Flughafen Wien-Schwechat. Sechs Soldaten tragen einen Sarg aus dem Inneren des Flugzeugs. Ein prominentes Aufgebot von Politik und Militär empfängt die Maschine am Flugfeld. Der damalige Verteidigungsminister Günther Platter hält die Festrede. Anschließend werden vier weiße Tauben freigelassen. Sie sollen an jene vier UNO-Soldaten erinnern, die am 25. Juli 2006 durch eine israelische Granate getötet wurden. Unter ihnen befindet sich auch Hans Peter Lang, ein österreichischer UNO-Soldat.

Suche nach Schuldigen. Heute erinnert man sich beim Heer ungern an Major Lang. Obwohl die Angehörigen restlose Aufklärung und Entschädigung von der israelischen Regierung fordern, versucht Außenministerin Plassnik das Verhältnis zu Israel nicht zu sehr zu belasten. Sie begnügt sich mit einer formalen Entschuldigung.

Lang starb als UNO-Soldat während eines Auslandseinsatzes. Gemeinsam mit drei weiteren Soldaten leistete er am Stützpunkt Khiam seinen Dienst im Rahmen der UNIFIL-Truppen im Libanon. Die Bombardierung durch die israelischen Streitkräfte löste damals weltweit Proteste aus. Selbst der damalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich empört. „Doch die Stationierung der UNO-Truppen im Südlibanon war Israel immer schon ein Dorn im Auge“, meint Fritz Edlinger, seines Zeichens Generalsekretär der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen.

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