Operation am Computer: Flatscreen-Medizin

Operation am Computer: Flatscreen-Medizin

Dank neuer Bildverfahren können Ärzte jetzt in 3D in den Körper blicken – was vor allem Herzchirurgen hilft.

Die Zeiten, als die Radiologen im dunklen Kämmerchen gesessen sind, sind vorbei“, konstatiert Christian Herold, Leiter der Abteilung für Allgemeine und Kinder-Radiologie an der Wiener Universitätsklinik für Radiodiagnostik. Recht hat er, der Präsident des Radiologenkongresses 2007: Beachtliche 17.000 Experten folgten kürzlich seiner Einladung zum Kongress nach Wien, um vom Fortschritt der radiologischen Therapie und Diagnostik zu hören. Und diese Fortschritte sind bahnbrechend. „Man wird nie wieder weniger Daten haben, langsamer untersuchen können und technisch weniger fortschrittlich sein“, bringt es Herold auf den Punkt.

Denn mithilfe bildgebender Verfahren können die Radiologen heute den menschlichen Körper von Kopf bis Fuß punktgenau durchleuchten. Ihre Werkzeuge: der Computer- (CT) und der Magnetresonanztomograf (MRT) – beide eigentlich schon sehr lange im Einsatz der radiologischen Diagnostik. Doch immer mehr verlagert sich der Schwerpunkt von Forschung und Technik am Wiener AKH auf den detailgetreuen Blick ins Herz. Dies ist notwendig, weil es, so Herold, „immer mehr Lebensstilerkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit oder Bluthochdruck und damit Personen mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen gibt“.

Fortschrittliche Herzensbildung. Vor etwa 15 Jahren konnte man nur wenige Bilder vom Herzen machen. „Jetzt schießt ein einziges Herz-CT an die 5.000 Screens bis ins kleinste Detail“, so Till Bader, Facharzt für Radiologie und Experte für Gesundheitsmanagement. Die Revolution im Wiener AKH: Den Menschen gibt’s jetzt auch in 3-D – dank des neuen 64-Zeiler-Multislice-Computertomografen (MSCT). Ein Gerät, bei dem 64 Detektoren um den Körper herumrotieren und pro Rotation innerhalb einer halben Sekunde etwa vier Zentimeter des Herzens aufzeichnen können.

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