OPEC drosselt ab November den Ölhahn:
Reduktion um 1,5 Mio. Barrel beschlossen

Gegenwärtig rund 30 Mio. Barrel täglich gefördert Sinkender Öl-Preis machte Anpassung erforderlich

OPEC drosselt ab November den Ölhahn:
Reduktion um 1,5 Mio. Barrel beschlossen © Bild: Reuters/Silva

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) kürzt ab 1. November ihre Förderung, um den seit Monaten andauernden Preisverfall bei Rohöl zu stoppen. Die Produktion soll um 1,5 Millionen Barrel pro Tag gesenkt werden, teilte der algerische Ölminister und amtierende OPEC-Präsident Chatib Khelil nach der Sondersitzung in Wien mit. Es gebe zur Zeit "zu viel Öl auf dem Markt" und die Ölvorräte seien "sehr groß", meinte Khelil.

Durch die Entscheidung der Ölminister sinkt die tägliche Fördermenge in den 13 OPEC-Staaten somit um insgesamt rund 239 Millionen Liter.

Der Rohölpreis ist von seinem Rekord von rund 147 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) im Juli auf unter 70 Dollar gesunken. Mit dem am Freitag gesetzten Schritt sollte der rapide Preisverfall abgebremst und eine Stabilisierung bei rund 80 Dollar je Barrel erreicht werden. In Reaktion auf die Entscheidung der OPEC-Länder ist der US-Ölpreis aber weiter gefallen. Im New Yorker Computerhandel sank der Preis für ein Barrel um 3,99 Dollar auf 63,85 Dollar.

Bereits am 10. September hatten die Öl-Exportländer ihre Fördermenge um 500.000 Barrel pro Tag auf maximal 28,8 Millionen Barrel pro Tag gekürzt. Der Schritt konnte den Preisverfall auch nicht stoppen.

Die OPEC-Minister gingen davon aus, dass die jetzt beschlossene Drosselung der Produktion das Wachstum der Weltwirtschaft nicht beeinflussen werde. "Das Wachstum in den USA und in Europa ist bereits tot", meinte Khelil.
(apa/red)