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Rücksendungen bleiben gratis

Große Versandhändler wollen auch in Zukunft Kosten für Retourware übernehmen

Paket von Amazon © Bild: APA/DPA/Kaiser

Die großen Online-Versandhändler wollen auch in Zukunft die Kosten für Rücksendungen übernehmen. Bei einer Umfrage unter den umsatzstärksten Internet-Kaufhäusern hätten Amazon, Zalando, Otto, mytoys, C&A, H&M und Lidl erklärt, dass die Retoure versandkostenfrei bleibe, berichtete die "Bild" am Dienstag.

Einige Versandhäuser wollen demnach aber erst einmal abwarten, ob sich die kostenpflichtige Rücksendung durchsetzen könnte. Conrad Electronics etwa erklärte gegenüber der "Bild", sollten diese doch zum Standard werden, werde das Unternehmen die Situation überdenken.

Am 13. Juni tritt die EU-Richtlinie über Verbraucherrechte in Kraft, die es Online-Versandhändlern erlaubt, das Porto für Rücksendungen auf den Kunden abzuwälzen. Allerdings müssen sie den Verbraucher im Voraus darüber informieren. Wirbt ein Unternehmen nicht ohnehin mit der kostenlosen Rücksendung, hilft im Zweifel ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Ab Mitte Juni gilt auch EU-weit ein einheitliches 14-tägiges Widerrufsrecht beim Einkauf im Internet. Außerdem muss ein Widerruf künftig ausdrücklich erklärt werden. Eine einfache Rücksendung der gekauften Sendung genügt dann nicht mehr.

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