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Kreisch-Alarm in Wien:
One Direction sind da

Tausende Teenager im Stadion erwartet - Rot-Kreuz steht vor Herausforderung

One Direction © Bild: Getty/miller

Die britisch-irische Boyband One Direction wird heute bei ihrem Wien-Debüt tausende Teenager ins Ernst-Happel-Stadion locken. Der Veranstalter hat für das Konzert spezielle Jugendschutzbestimmungen bekannt gemacht. Angesichts der derzeitigen Temperaturen und der Tatsache, dass sich Fans seit ab 8.00 Uhr vor Ort einfinden, steht auch das Rote Kreuz vor einer Herausforderung.

Bisher sind laut Veranstalter rund 44.000 Karten verkauft worden, Tickets waren am Dienstagnachmittag nur noch für Teilkategorien erhältlich. Das Rote Kreuz sieht sich für die Aufgabe gut gerüstet und sieht den "Hitzefaktor" naturgemäß als Hauptproblem. "Wir haben unser Konzept adaptiert", sagte Andreas Zenker, Pressesprecher des Roten Kreuzes. So gibt es für die Besucher kostenloses Frischwasser, um der Dehydrierung vorzubeugen. Ebenfalls hat man Erfahrungswerte aus Düsseldorf, wo die Band im Vorjahr einen Auftritt hatte. In Summe stehen morgen 150 Mitarbeiter, mehrheitlich vom Roten Kreuz gestellt, bereit.

Kein Alkohol und Ausweispflicht

Alkohol wird im Stadion keiner ausgeschenkt, zusätzlich sorgen die Jugendschutzbestimmungen für Sicherheit. Zugang zum Stehplatzbereich ohne eine volljährige Begleitung haben demnach nur Personen über 16 Jahre. Wer noch nicht zwölf ist, darf dort auch mit Begleitung nicht hin, aber kann "1D", die gegen 19.30 Uhr auf der Bühne stehen werden, sitzend bewundern. Besucher sollten jedenfalls ihre Ausweise dabei haben, und nach Möglichkeit sollte die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen.

Schon zahlreiche Fans vor dem Stadion

Keine Probleme mit den "One Direction"-Fans hat das Rote Kreuz mehr als drei Stunden vor dem Beginn des Konzerts im Wiener Ernst-Happel-Stadion vermeldet. "Es gab nur ein paar kurzzeitige Ohnmachtsanfälle", sagte Einsatzleiter Karl-Dieter Brückner am Mittwoch gegenüber der APA. Knapp nach 16 Uhr befanden sich bereits an die 8.000 Fans im Oval in der Leopoldstadt.

Ein stetiger Zustrom der insgesamt 44.000 erwartenden Zuschauer sei im Gange, vermeldete der Einsatzleiter. Insgesamt sei es aber sehr ruhig, "nur die Proben der Band waren laut zu vernehmen", beschrieb Brückner die Lage. Ansonsten sorgte die Kombination aus leichtem Wind, nicht zu hohen Temperaturen, guter Wasserversorgung und vor allem den zivilisierten Fans für einen ungestörten Ablauf.

"Kreisch-light" gegen 19:30

Einige der Anhänger des Quartetts schützten sich mit Schirmen vor der Sonne. Die Vorzüge ihrer Idole waren von sogenannten Directioners leicht zu erklären: "One Direction sind einfach anders", sagte einer der zahlreichen weiblichen Fans. Dass es, ganz unüblich für Boybands, keine Choreografie auf der Bühne gibt, wurde von einer der Anwesenden ebenfalls lobend erwähnt. "Sie tanzen lustig", wurde als weiteres Plus genannt. Auch eine Dame über 60, die ihre Enkelin zu "1R" begleitet, war der Band vorab bereits wohlgesonnen.

Der weitere Verlauf: Als Support-Act wird gegen 18.15 Uhr McBusted aufwarten. Gegen 19.30 Uhr wird das große Kreischen dann den Höhepunkt erreichen, denn dann hat das Warten für die "Directioners" genannten Fans ein Ende, und die Boys von One Direction werden die Bühne betreten. Nach dem Ende des Konzerts, das für 21.45 Uhr angesetzt ist, werden "Meeting Points" dafür sorgen, dass die Fans und ihre Eltern möglichst problemlos wieder zueinanderfinden.

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