OMV verkauft Anteile an ungarischer MOL:
Austro-Konzern erhält dafür 1,4 Milliarden €

Russischer Konzern Surgutneftegas erwirbt die Aktien MOL-Übernahmepläne sind damit endgültig vom Tisch

OMV verkauft Anteile an ungarischer MOL:
Austro-Konzern erhält dafür 1,4 Milliarden € © Bild: APA/Schneider

Nach dem Scheitern der Übernahme hat die OMV ihren 21,2-Prozent-Anteil am ungarischen Mineralölkonzern MOL an den russischen Konzern Surgutneftegas verkauft. Wie der österreichische Energiekonzern mitteilte, betrug der erzielte Verkaufspreis 1,4 Mrd. Euro. Nach Settlement der Transaktion werde die OMV keine Aktien mehr am ungarischen Mineralölkonzern halten.

Aufgrund der Auflagen der Europäischen Union und der Ablehnung seitens des MOL-Managements hatte die OMV im August 2008 ihre Übernahmebestrebungen eingestellt. Daher sei der Verkauf "ein logischer Schritt". Mit 1,4 Mrd. Euro sei ein guter Preis erzielt worden, teilte der Konzern mit.

Surgutneftegas teilt auf seiner Homepage mit, der Erwerb der MOL sei ein "wichtiger Schritt" bei der Umsetzung der Konzernstrategie, näher zu den Endverbrauchern zu kommen. "Der Kauf der MOL-Anteile wird eine langfristige, einträgliche Kooperation begründen und wird die Energiesicherheit in Europa fördern", so Vladimir Bodganov, Generaldirektor des Unternehmens.

Surgutneftegas ist einer der größten Gas- und Ölförderungskonzerne Russlands mit Firmensitz im sibirischen Surgut. Das Unternehmen ist an der Moskauer Börse gelistet. Der Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben 100.000 Menschen. Im Jahr 2007 war der Umsatz um 19 Prozent auf 596 Mrd. Rubel gestiegen, der Nettogewinn war um 15 Prozent auf 88,6 Mrd. Rubel gewachsen. In den ersten neun Monaten 2008 erzielte Surgutneftegas einen Gewinn von 120 Mrd. Rubel (2,67 Mrd. Euro).
(apa/red)