Olympische Spiele London von

Schlimme Sicherheitslücke

Arbeiter schmuggelt Bombenattrappe völlig unbehelligt in den Olympic Park hinein

Olympische Spiele London - Schlimme Sicherheitslücke © Bild: GEPA/Grebien

Ohne Kontrolle konnte ein Arbeiter im Londoner Olympic Park zwei Checkpoints passieren - mit einer Bombenattrappe im Gepäck und kurz vor der Eröffnung des Olympiastadions. Der Mann hatte zuvor die Zeitung "Sun" angerufen um auf Sicherheitslücken hinzuweisen. Im Olympiapark angekommen posierte der Arbeiter für Fotos mit der Attrappe.

Auslöser für den Hilferuf des Arbeiters: Er stellte fest, dass er nur jeweils beim ersten Betreten des Geländes kontrolliert wurde. Bei späteren Ein- und Ausfahrten blieb der Mann völlig unbehelligt. "Ich arbeite seit Jahren im Olympic Park und höre immer wieder, dass die Sicherheit wasserdicht ist. Aber nach einem gründlichen Check in der Früh kann ich den ganzen Tag kommen und gehen ohne wieder kontrolliert zu werden", so der Arbeiter zur "Sun".

Verantwortlich für die Sicherheit seien die Olympia-Organisatoren, so das britische Innenministerium in einer Reaktion. "Wir haben sie gebeten, den Vorfall zu untersuchen und sich dringend mit dem Innenminister in Verbindung zu setzen", hieß es weiter.

Billige Attrappe
Die Bombenattrappe selbst bestand aus Plastilin, Kupferdraht, einem Handy, einer Batterie und einem Wecker. Verstaut wurde die "Bombe" einfach im Boden der Fahrerkabine - und durch den Wecker sogar zum Ticken gebracht. Die Wachen an den Checkpoinst reagierten aber nur, um den Weg für den Bagger samt der Attrappe freizumachen.