Olympia im Visier des islamischen Terrors:
Terrorgruppe kündigt Anschläge in China an

"Nie zuvor angewendete Taktiken" angekündigt Freiwillige der Gruppe mit "besonderer Vorbereitung"

Olympia im Visier des islamischen Terrors:
Terrorgruppe kündigt Anschläge in China an © Bild: AP/Wong

Eine islamistische Gruppierung hat nach Angaben einer US-Einrichtung mit Anschlägen während der Olympischen Spiele in Peking gedroht. In einem Video mit dem Titel "Unser gesegneter Jihad in Yunnan" kündigte die wenig bekannte "Islamische Partei Turkistan" Attentate auf die "kritischsten Punkte im Zusammenhang mit Olympia" an, wie die auf Terrorismus-Überwachung spezialisierte US-Firma IntelCenter mitteilte.

"Wir werden versuchen, zentrale chinesische Städte schwer anzugreifen und Taktiken einsetzen, die nie zuvor angewendet wurden", warnte der Anführer der Gruppe, ein gewisser Kommandant Seyfullah, in dem Film laut einer IntelCenter-Mitschrift. Insbesondere muslimischen Athleten und Zuschauern riet er, den in knapp zwei Wochen beginnenden Spielen fernzubleiben. Freiwillige stünden bereit, um gewaltsam und militärisch gegen Einzelpersonen, Wettkampfstätten und sonstige Einrichtungen während der Spiele vorzugehen. "Bitte stehen Sie nicht mit den ungläubigen Völkern zusammen", sagte Seyfullah.

IntelCenter zufolge übernahm die Gruppe auch die Verantwortung für die Anschläge auf zwei Linienbusse, bei denen vor gut einer Woche in der südwest-chinesischen Stadt Kunming mindestens zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt wurden. Seyfullah erklärte ferner, seine Gruppe habe auch Anschläge auf Busse in Shanghai Anfang Mai und auf Polizisten in Wenzhou Mitte Juli verübt. Nach IntelCenter-Angaben gehen zudem ein Sprengstoffanschlag auf eine Plastikfabrik in Guangzhou und weitere Attentate auf Busse in Yunnan in diesem Monat auf das Konto der Gruppe. Yunnan ist eine Provinz im Süwesten Chinas.

"Trotz der wiederholten Warnungen der Islamischen Partei Turkistan an China und die internationale Gemeinschaft, die 29. Olympischen Spiele in Peking zu stoppen, haben die Chinesen hochmütig unsere Warnungen ignoriert", sagte Seyfullah. Die Freiwilligen der Gruppe hätten eine "besondere Vorbereitung" durchlaufen und mit "dringenden Aktionen" begonnen.
(apa/red)