Nach Überfall von

Olympia-Schwimmer
dürfen nicht in USA ausreisen

Ungereimtheiten bei mutmaßlichem Raubüberfall auf Teamkollege Lochte aufgetaucht

US-Schwimmer Gunnar Bentz und Jack Conger © Bild: APA/ AFP PHOTO / TASSO MARCELO

Nach Ungereimtheiten um einen Überfall auf US-Schwimmstar Ryan Lochte haben brasilianische Behörden seine zwei Olympia-Teamkollegen Jack Conger und Gunnar Bentz an der Ausreise gehindert. Beide seien aus einem Flugzeug geholt worden, das sie aus Rio de Janeiro in die USA zurückbringen sollte, sagte ein Sprecher der amerikanischen Olympia-Mannschaft am Mittwoch.

Schon am Vortag hatte ein Gericht angeordnet, die Pässe von Lochte und Teamkollege Jimmy Feigen einzuziehen. Hintergrund der Entscheidung sind offenen Fragen rund um den Raubüberfall während der Olympischen Spiele in Rio. So hätten die Athleten nicht sagen können, wo sie genau überfallen worden seien und in welchem Taxi-Typ sie saßen.

So soll der Überfall abgelaufen sein

Sie hatten sich im französischen Haus an der Lagune Rodrigo de Freitas aufgehalten, rund 35 Kilometer vom Olympischen Dorf entfernt. Eine Kamera im Olympischen Dorf habe sie bei der Rückkehr gefilmt, sie hätten sehr entspannt gewirkt. Lochte haben beim Verhör von einem Mann, der sie überfallen und 400 Dollar erbeutet habe, gesprochen, Feigen von mehreren.

Nach Angaben von Lochtes Vaters befindet sich der Schwimmstar bereits wieder in den USA. Er habe ihn am Dienstag nach seiner Ankunft angerufen, sagte Steve Lochte der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch. Laut der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf eine Polizeiquelle beruft, soll auch Feigen gemeinsam mit Conger und Bentz zur Befragung aus dem Flugzeug geholt worden sein.

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