Olympia London Schwimmen von

Staffel hat keine Chance

Rogan, Brandl, Scherübl und Janistyn werden im Vorlauf nur 16. und damit Letzte

Olympia London Schwimmen - Staffel hat keine Chance © Bild: Reuters/Kopczynski

Österreichs Schwimm-Staffel über 4 x 200 m Kraul hat bei Olympia nicht überrascht. Vom Aufstieg war das Quartett David Brandl, Christian Scherübl, Markus Rogan und Florian Janistyn 6,3 Sekunden entfernt, es reichte damit nur zum letzten Platz unter den 16 Teams. Mit der Zeit von 7:17,94 Minuten war die OSV-Truppe aber immerhin deutlich schneller als bei EM-Rang fünf im Mai in Debrecen (Vorlauf: 7:23,75; Finale: 7:19,32).

Schnellster der Equipe war Rogan, sein Split von 1:48,13 war persönliche Bestzeit. "Besser kann ich es nicht", meinte der OSV-Star danach auch. Das stimmte ihn für seinen Einsatz am Mittwoch über 200 m Lagen sehr zuversichtlich. "16. der Welt, das muss man als kleines Land erst einmal schaffen. Ich finde, wir sind sehr gut geschwommen." Nach diesem "Aufwärmen" geht es für den 30-Jährigen nun in seinen wahrscheinlichen internationalen Karriere-Schlusspunkt.

Die Staffel-Marke ist grundsätzlich nicht so schlecht, da nach dem Teilnahmeverzicht von Dinko Jukic der deutlich schwächere Florian Janistyn im Aufgebot stand. Der war dann mit seinem Split von 1:51,37 zwar der erwartet klar langsamste der österreichischen Vier, reizte sein Potenzial aber ziemlich aus. "Ganz zufrieden kann ich nicht sein. Als Letzter war es schwierig, ich hatte viele Wellen der anderen", erläuterte der Niederösterreicher. Scherübl wiederum hat mit 1:48,64 eine ordentliche Zeit hingelegt.

Durchstarten in vier Jahren
"Das war mein erster Auftritt bei Spielen und hoffentlich nicht der letzte", meinte der 18-Jährige. "In vier Jahren starte ich hoffentlich durch." Statt des Steirers war wie gewohnt David Brandl Startschwimmer, da der die bessere Einzelzeit hat. Mit 1:49,80 blieb der 25-Jährige dann - auch unter Berücksichtigung der Reaktionszeit - recht klar hinter Scherübl zurück, war um 8/10 langsamer als am Sonntag im Einzelrennen. "Grundsätzlich war ich trotzdem zufrieden. 16. der Welt ist nicht schlecht."

Noch vor der Staffel war Hunor Mate über 200 m Brust im Einsatz gewesen. Seine 2:15,98 Minuten reichten unter 33 Konkurrenten nur zu Platz 29. "Mehr war nicht drinnen", erklärte der 29-Jährige. "Ich habe so spät und nicht mehr erwartet von meiner Nominierung erfahren, da hatte ich das Training schon zwei Wochen reduziert." Ziemlich kalt kam dem gebürtigen Ungarn das Wasser vor, er schätzte es auf 24 Grad ein. "Ich bin 27 Grad gewohnt. Bei der Kälte werden die Gliedmaßen leicht steif."