Olympia-Effekt abwehren: Innsbruck will 2008 jegliche Preisexzesse verhindern!

Umweltverträglichkeitsprüfung für Tivoli fehlt noch

Olympia-Effekt abwehren: Innsbruck will 2008 jegliche Preisexzesse verhindern!

Innsbruck will sich zur EURO 2008 in jeder Hinsicht von seiner besten Seite zeigen und Preisexzesse daher unter allen Umständen vermeiden. Die Innsbrucker Bevölkerung sei durch die Olympischen Spiele 1964 und 1976 ein gebranntes Kinder, wenn es um Preisexplosionen geht, weiß OK-Chef Christoph Platzgummer, Vizebürgermeister und Sportstadtrat von Innsbruck.

Platzgummer will dem bekannten Phänomen daher entschieden entgegen treten: "Ich bin mir sicher, dass es zu keinen Preisexzessen kommen wird und hoffe, dass sich unsere Wirtschaft von der besten Seite zeigen wird. Wir wollen ein Gesamtbild schaffen, das stimmig ist." Generell sieht sich Innsbruck laut Platzgummer bestens für die EURO 2008 gerüstet.

UVP fehlt noch
Die Konzepte für die Fanbetreuung seien bereits im Entstehen. Auch der Ausbau des Tivolistadions sei voll im Zeitplan, die inzwischen erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beim Stadion soll in in den kommenden Wochen abgeschlossen sein. "Die UVP wurde durch den Ausbau des Stadions im Süden notwendig", bestätigte Platzgummer. "Das Ganze ist im Laufen. Es wird aber keine Probleme geben. Ich erwarte in den kommenden Wochen den Bescheid der Behörde."

Das Tivolistadion wird auf 30.600 Zuschauer aufgestockt bzw. ausgebaut. Im Frühjahr wird mit der Bestuhlung der oberen neuen Galerie begonnen. Bis zum Test-Länderspiel im Herbst, wenn Österreich in Innsbruck auf die Elfenbeinküste trifft, soll der Umbau mit sämtlichen Nebenanlagen endgültig abgeschlossen sein. Die Kosten der Aufstockung inklusive Rückbau betragen 30,8 Millionen Euro.

Fanzone im Bergiselstadion
Um die EURO und auch die Fanbetreuung zu organisieren, soll ein Komitee mit zwölf Personen in Innsbruck installiert werden. Von den 1,1 Millionen Euro, die von der UEFA an Innsbruck als Host-City fließen, stehen dem OK 350.000 zur Verfügung, 750.000 werden für die Fanzone eingerechnet. Die Fanzone soll in Innsbruck im Bergiselstadion, wo am 4. Jänner Anders Jacobsen vor Thomas Morgenstern das Weltcup-Skispringen gewonnen hat, installiert werden.

Dass es Anrainerproteste, wie gegen die Installierung einer Flutlichtanlage, geben wird, glaubt Platzgummer nicht: "Die ganze EURO wird eine Zeit mit geänderten Verhältnissen in Innsbruck sein", erklärte der OK-Chef, "darauf muss sich die Bevölkerung einstellen. Wir müssen jetzt versuchen zu kommunizieren, welche Chance sich hinter der EURO verbirgt."

Um in der Maria Theresienstraße in Innsbruck die Fanmeile einzurichten, wurde der Umbau der Innsbrucker Prachtstraße in eine Fußgängerzone bereits auf nach der Europameisterschaft verschoben. "Auch der große Umbau des Traditionskaufhauses Tyrol (liegt an der Fanmeile/Anm.) soll kein Problem sein", bestätigte Platzgummer. "Wir haben mit dem Bauherren schon verschiedene Varianten abgesprochen." (apa)