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Doping mit Xenon nicht verboten?

Russischer Offizieller sagt, dass Gebrauch des Edelgases WADA-Norm nicht widerspricht

Doping Control Station in Sotschi © Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Nach Ansicht eines russischen Funktionärs ist der Gebrauch von Xenon bei Sportlern erlaubt. Ein Bericht des TV-Senders WDR über den leistungssteigernden Einsatz des Edelgases von russischen Athleten hatte für Aufsehen gesorgt. "Xenon ist ein Gas, das nicht verboten ist von der weltweiten Anti-Doping-Agentur", sagte der Leiter der föderalen medizinisch-biologischen Agentur (FMBA), Wladimir Ujba.

Grundsatz der FMBA bei der Betreuung von Sportlern sei es, keine für die Gesundheit schädlichen Substanzen oder Technologien einzusetzen. "Die Technologien, die wir einsetzen, sind transparent. Das wichtigste ist, dass diese Technologien nichts Verbotenes haben und dem menschlichen Organismus nicht schaden, damit es keine Folgen gibt wie etwa die Zerstörung von Erbgut oder für die Geburt von Kindern und so weiter", erklärte Ujba am Mittwoch.

Nach Informationen des WDR sollen russische Sportler in Sotschi und bei zurückliegenden Olympischen Spielen ihre Leistungsfähigkeit durch Inhalation von Xenon gesteigert haben. Dieses Edelgas bewirke die Ausschüttung des Hormons Erythropoetin im Körper. EPO-Zufuhr ist im Sport verboten und gilt als Doping. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) teilte auf dpa-Anfrage mit, man werde bei der nächsten regulären Zusammenkunft im April alle aktuellen Themen diskutieren.

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