Erste Maßnahmen von

Gefahr für Olivenbäume

EU-Staaten gehen gegen Bakterium vor - Rodung von Bäumen vorgeschrieben

Olivenbaum © Bild: Thinkstock

Die EU-Staaten wollen die weitere Ausbreitung des Bakteriums Xylella stoppen, das vor allem Olivenbäume bedroht - News hat darüber berichtet. Experten der EU-Staaten vereinbarten am Dienstag in Brüssel Maßnahmen, um den Import und die weitere Verbreitung des aus Amerika kommenden Bakteriums zu verhindern. Xylella Fastidiosa befällt Olivenbäume und ist nach EU-Angaben auch für andere Pflanzen gefährlich.

Die Staaten sind künftig verpflichtet, neue Ausbrüche in der EU zu melden, offizielle Daten zu sammeln und die betroffenen Regionen abzugrenzen. Um das Bakterium auszurotten, ist das Fällen von betroffenen Bäumen in einem Radius von 100 Metern vorgeschrieben. Xylella Fastidiosa ist unter anderem auch für Weinstöcke und Zitrusfrüchte gefährlich.

Italien, wo sich Xylella rasch ausbreitet, hat die Erlaubnis, in der Provinz Lecce alles für die Eindämmung zu tun, also etwa Olivenpflanzungen in großem Stil zu roden. Die EU-Experten einigten sich außerdem wegen des hohen Übertragungsrisikos auf ein Importverbot für Kaffeepflanzen aus Honduras und Costa Rica. Das Bakterium war in der EU erstmals im Oktober 2013 in Italien aufgetaucht.

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