Oktoberfest von

Eine Maß voll Gras

Gerüchteküche um nahendes Oktoberfest brodelt: Was an den Meldungen dran ist.

Oktoberfest - Eine Maß voll Gras © Bild: Getty Images

Das Oktoberfest ist das neue Weihnachten: Schon jetzt - Monate vor dem eigentlichen Termin - trudeln die ersten Meldungen ein. Alle mit hohem Aufregerpotential: Von steigenden Bierpreisen, über neue Drangsalierungen für Raucher bis hin zum Wunsch nach einer "Kiffer Wiesn". Wieviel an den News dran ist.

Neue Wucher-Bierpreise
Alle Jahre wieder steigen die Maßpreise beim Münchner Oktoberfest, das in diesem Jahr von 22. September bis 7. Oktober wie immer auf der Theresienwiese stattfinden wird. Dank dem steigenden Platzgeld (plus 11 Prozent zum Vorjahr) wird man auch für sein Bier tiefer in die Tasche greifen müssen. Die tatsächlichen Preise wird die Stadt München zwar erst Ende Mai bekannt geben, auf den Wucherpreis vom Vorjahr (9,20 Euro die Maß) müssen Besucher 2012 vermutlich 20 bis 30 Cent obendrauf legen. Wahrscheinlichkeitsgehalt für steigende Maßpreise 2012: 99,9%

Mittermeiers Traum von Joints statt Bier
58 Maßkrug-Schlägereien, 7,5 Millionen konsumierte Liter Bier, 777 Alkoholleichen - das war die traurige Bilanz des vorherigen Oktoberfestes . Wenn es nach Kabarettisten Michael Mittermeier ginge, könnte auf dem Oktoberfest statt Alkohol auch Marihuana verkauft werden. Auf Zeit Online blödelt er von einer Art Gegen-Wiesn, auf der statt Bier Joints verkauft werden: "Ich möchte das Kiffen auf keinen Fall verharmlosen, aber mich stört schon lange die Hetze, die in der deutschen Öffentlichkeit betrieben wird: Jeder Kiffer gilt als Drogensüchtiger, während auf dem Oktoberfest, beim Fasching und Karneval lustig vor sich hin gesoffen wird." Für Mittermeier ganz klar: Im Vergleich gäbe es bei seiner Version der Wiesn weniger "Gewalt, Verletzte, Kollabierte, Kranke und Vollrauschzombies". Wahrscheinlichkeitsgehalt für die Kiffer-Gegenwiesn: 0%

Müssen Raucher draußen bleiben?
Rauchfreie Zonen in den Zelten schön und gut, jedoch verursachen diese ein ganz anderes Problem: Staus vor den Zelten ohne Raucherbereich und somit verstellte Notausgänge. Nun erwägen die Wirte aufgrund der mangelnden Sicherheit die Wiedereinlasskarten bzw. -stempel abzuschaffen. Ergo: Raucher müssen nach einer Zigarette draußen bleiben. Die Zeltwirte könnten sich allerdings um etwas ganz anderes sorgen, als um das Wohl ihrer Gäste: Im letzten Jahr entstand um die Wiedereinlasskarten ein regelrechter Schwarzmarkt. Wahrscheinlichkeitsgehalt für den Wiedereinlassverbot für Raucher: 35%

Unsere Wiesn, die Zweite
Übrigens: Auch unsere Version des Münchner Oktoberfests geht dank einem Bombenstart im Vorjahr in die nächste, beziehungsweise zweite Runde: Unsere Wiener Wiesn findet zwischen 27. September und 7. Oktober wieder auf der Kaiserwiese im Prater statt. Also: Rot im Kalender anstreichen - es werden Gäste wie den Jungen Zillertalern und Boney M. erwartet! Wahrheitsgehalt: 100%.